Bärte ab für den guten Zweck: Bludenzer Politiker machen es vor

VN / 03.11.2022 • 12:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Apo Atalay (l.) rasierte Bürgermeister Simon Tschann sowie den Stadträten Bernhard Corn und Cenk Dogan die Bärte ab. Gesundheitsstadträtin Andrea Mallitsch schaute zu. <span class="copyright">VN/JUN</span>
Apo Atalay (l.) rasierte Bürgermeister Simon Tschann sowie den Stadträten Bernhard Corn und Cenk Dogan die Bärte ab. Gesundheitsstadträtin Andrea Mallitsch schaute zu. VN/JUN

Unter dem Titel „Movember“ ließen sich Bürgermeister Simon Tschann, Kulturstadtrat Cenk Dogan und Bildungsstadtrat Bernhard Corn für einen guten Zweck den Bart abschneiden.

Bludenz Am Nepumukbrunnen hat gestern Meisterfriseur Apo Atalay vom Schneide Raum Deluxe für eine Stunde im Handumdrehen einen Outdoor-Barbershop eröffnet. Der Hintergrund: Bürgermeister Simon Tschann, Kulturstadtrat Cenk Dogan und Bildungsstadtrat Bernhard Corn haben sich für einen guten Zweck unters Messer legen lassen. Alle drei haben bei der Aktion „Movember“ (Moustache und November) mitgemacht und sich ihre Bärte abrasieren lassen. Nur der Moustache bleibt nach der Rasur noch stehen. Den ganzen November lang dürfen sie nun ihren Bart nicht mehr schneiden.

Friseurmeister Apo Atalay legte sich bei seinen drei prominenten Kunden richtig ins Zeug.
Friseurmeister Apo Atalay legte sich bei seinen drei prominenten Kunden richtig ins Zeug.

Die Stadträte und der Bürgermeister wollen mit dieser Aktion nicht nur auf die Gesundheit von Männern aufmerksam machen, sondern auch die Bevölkerung für Männerkrankheiten wie Prostata- und Hodenkrebs sensibilisieren. Mit dem Bartschnitt spenden sie zudem Geld an die „Movember Foundation“. „Mit der Aktion wird auf eine humorige Art und Weise auf ein sehr ernstes Problem aufmerksam gemacht. Männer sollten sich ab 45 Jahren untersuchen lassen, um dieser aggressiven Krebsart vorzubeugen. Die Stadt Bludenz macht seit mehreren Jahren auch per Anschreiben auf die frühzeitigen Vorsorgeuntersuchungen aufmerksam“, so Gesundheitsstadträtin Andrea Mallitsch.

Ein bisschen Spaß musste auch sein.
Ein bisschen Spaß musste auch sein.
Pflegeöl darf zum Abschluss nicht fehlen.
Pflegeöl darf zum Abschluss nicht fehlen.

Kalt und nackig

Auf die Idee, sich den Bart öffentlich abrasieren zu lassen, kam Simon Tschanns Lebenspartnerin, die meinte, ihr Freund könne doch auch bei der „Movember“-Aktion mitmachen. Kurzes Telefonat mit Bernhard Corn und Cenk Dogan und die Sache war eingetütet. „Es fühlt sich schon ein bisschen nackig an“, sagte Bernhard Corn nach dem Bartschnitt. Und auch Simon Tschann merkte den Unterschied direkt: „Es fühlt sich auf einmal so kalt an.“ Trotzdem würde er sich sehr freuen „wenn diese Initiative bei zahlreichen Amtskollegen und Politikern Nachahmung findet“.

Wahre Begeisterung bei Cenk Dogan.
Wahre Begeisterung bei Cenk Dogan.

Organisiert als Stiftung können sich Teilnehmer bei der „Movember Foundation“ anmelden und über den Monat verteilt Spenden sammeln. Die Erlöse werden in die Gesundheitsforschung investiert. VN-JUN

So sahen sie noch mit Bart aus.
So sahen sie noch mit Bart aus.

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