Jagdberggemeinden schließen sich zusammen

VN / 15.11.2022 • 19:55 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Im Sommer haben sich die Jagdberggemeinden für einen gemeinsamen Internetauftritt entschieden. <span class="copyright">gemeinde satteins</span>
Im Sommer haben sich die Jagdberggemeinden für einen gemeinsamen Internetauftritt entschieden. gemeinde satteins

Die sechs Gemeinden gründen einen Gemeindeverband, um dem neuen Kinderbildungs- und betreuungsgesetz gerecht zu werden.

SChnifis Die Sicherstellung einer bestmöglichen Kinderbetreuung zählt zu den wichtigsten Anliegen und Verantwortungen der Vorarlberger Gemeinden. Gut organisierte erste Bildungsstätten tragen wesentlich zur künftigen Entwicklung unserer Gesellschaft bei. Allerdings stellt das neue Kinderbildungs- und betreuungsgesetz die Gemeinden vor große Herausforderungen, wie auch die Gemeindeverbandspräsidentin, Andrea Kaufmann, betont: „Sehr hohe Qualitätsanforderungen, der Mangel an pädagogischem Personal und ohnehin schwierige finanzielle Bedingungen stellen in der praktischen Umsetzung in kleinen wie großen Gemeinden große Hürden dar.“ Dennoch legen sich die Kommunen hier ins Zeug und schöpfen insbesondere die Potenziale von Kooperationen aus. Sie gehen gemeinsame Wege und schaffen eine solide Basis, um die hohen Anforderungen bestmöglich erfüllen und mit der enormen Ausbaugeschwindigkeit Schritt halten zu können.

So machen das auch die sechs Jagdberg-Gemeinden Düns, Dünserberg, Röns, Satteins, Schlins und Schnifis: Diese gründen nun einen Gemeindeverband als Rechtsträger für die Koordination, Organisation und Durchführung der Kinderbetreuung bis 14 Jahren inklusive der Neuaufnahme des Personals in Kinderbildungs- und Betreuungseinrichtungen.

Nun wollen die sechs Gemeinden auch bei der Kinderbildung und -betreuung gemeinsame Sache machen. <span class="copyright">MIMA</span>
Nun wollen die sechs Gemeinden auch bei der Kinderbildung und -betreuung gemeinsame Sache machen. MIMA

Interkommunale Zusammenarbeit

Gemeinsam mit den Einrichtungsleitungen, dem Vorarlberger Gemeindeverband sowie dem Land Vorarlberg haben die oben genannten Walgau-Gemeinden mit externer Begleitung ein Modell entwickelt, wie eine interkommunale Zusammenarbeit im Bereich der gesamten Kinderbetreuung aussehen könnte. Das umfassende Konzept beschreibt dabei die Pädagogik sowie das künftige Leistungs- und Betreuungsangebot der Kinder bis 14 Jahre sowie deren regionsweite Organisation und Strukturen, Personal (bestehendes Personal und Neuaufnahmen), Standorte und finanzielle Aspekte. „Dadurch wollen selbst wir Kleingemeinden eine Vorreiterrolle in der Kinderbetreuung einnehmen und die Attraktivität der Gemeinden weiter steigern“, so der Bürgermeister von Schnifis Simon Lins.

Statut für Gemeindeverband

In den letzten Wochen und Monaten wurde das Konzept fertig ausgearbeitet und der Grundsatzbeschluss wurde von allen Gemeindevertretungen einstimmig beschlossen. Derzeit wird das Statut für den Gemeindeverband entsprechend ausgearbeitet und die neu zu schaffende Koordinationsstelle ausgeschrieben. Starten soll die vorarlbergweit bisher erste derartige Zusammenarbeit bereits mit dem Schuljahr 2023/24.

„Uns ist es wichtig, sowohl das Personal als auch Eltern mit auf die Reise zu nehmen, weshalb wir ein Projektteam mit Professionisten aus dem pädagogischen, Personal- und Change-Managementbereich zusammengestellt haben. Dabei darf natürlich das Wohl der Kinder nicht vergessen werden“, so Lins. Endziel ist es, durch den Ausbau der Betreuungszeit nichts an Qualität zu verlieren es soll leistbar bleiben, sowohl für Eltern als auch für die Gemeinde und eine hohe Betreuungsqualität und Quantität sicher stellen. MIMA

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