Vielfalt macht das Leben bunt

VN / 19.11.2022 • 07:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Beratung der Angehörigen von Menschen mit Hörschädigungen ist ein zentrales Anliegen des LZH. <span class="copyright">Jasmin Köck</span>
Die Beratung der Angehörigen von Menschen mit Hörschädigungen ist ein zentrales Anliegen des LZH. Jasmin Köck

Beim Tag der offenen Tür des LZH Dornbirn gab es jede Menge Einblicke für Groß und Klein.

dornbirn  Seit mittlerweile 45-Jahren kümmert sich das Landeszentrum für Hörgeschädigte (LZH) um die Anliegen seiner Klientinnen und Klienten. Egal ob Anliegen bezüglich Förderungen, Ausbildungen, Rehabilitation oder Beratung für Angehörige, das LZH ist eine der ersten Anlaufstellen im Land.

Zu ihrem 45-Jahr-Jubiläum haben sich Geschäftsführer Johannes Mathis sowie seine Mitarbeitenden im LZH ein buntes Rahmenprogramm einfallen lassen. Angefangen vom Crashkurs in Gebärdensprache bei der Beratungsstelle über die Schultheateraufführung “Die Bremer Stadtmusikanten” im Veranstaltungssaal bis zur Musiktherapie im Schulgebäude “Rotes Haus”. Am Tag der offenen Tür war für alle etwas dabei.

Die Schüler präsentierten das Theaterstück "Die Bremer Stadtmusikanten" in Gebärdensprache.
Die Schüler präsentierten das Theaterstück "Die Bremer Stadtmusikanten" in Gebärdensprache.

Individualität

“Im LZH betreuen wir Kinder und Erwachsene jeden Alters. Wir haben eine Kleinkindbetreuung sowie einen Kindergarten, sie kümmern sich um Kinder ab eineinhalb Jahren. In unserer Schule haben wir alle neun Schulstufen vertreten”, erzählt Johannes Mathis, Geschäftsführer vom LZH. In den verschiedenen Einrichtungen werden die Kinder in Kleingruppen von maximal sieben Personen betreut. Pro Gruppe bzw. Klasse stehen zwei Pädagoginnen zur Verfügung, das soll eine individuelle Betreuung ermöglichen. “Unsere Betreuerinnen und Betreuer können so besser auf die Kinder eingehen und den verschiedenen Bedürfnissen gerecht werden”, betont der Geschäftsführer.

Mit Kopfhörern, die den Schall dämmen, konnte man das Hören einer hörgeschädigten Person nachfühlen.
Mit Kopfhörern, die den Schall dämmen, konnte man das Hören einer hörgeschädigten Person nachfühlen.

Zahlen im Anstieg

“Die Ukraine-Krise hat ein Wir-Gefühl entstehen lassen. Mitarbeitende, Bekannte und Freunde, Gehörlose und Hörende haben sich zusammengetan. Das ist beispielhaft im Sinne einer inklusiven Gesellschaft”, gibt Johannes Mathis. Im Jahr 2021 wurden 15.738 Menschen mit Hörschädigungen vom LZH erfasst, davon 9582 mit beidseitiger Schwerhörigkeit. Mehr als die Hälfte der Betroffenen, nämlich 53 Prozent, ist weiblich. “Die Zahl der Menschen mit Hörschädigungen steigt. Aktuell bekommen wir auch immer wieder Anfragen aus der Schweiz und Liechtenstein”, erzählt der Geschäftsführer. Von 67 Mitarbeiter wurden 2021 insgesamt etwa 15.300 Stunden für Beratungs-, Therapie- und Betreuungstätigkeiten aufgewendet.

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