Inspirationsreise durchs Ländle

VN / 02.12.2022 • 10:00 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Die 15 junge Montafonerinnen und Montafoner zu Besuch im Hotel Hirschen in Schwarzenberg. <span class="copyright">Büro Ludwina</span>
Die 15 junge Montafonerinnen und Montafoner zu Besuch im Hotel Hirschen in Schwarzenberg. Büro Ludwina

Junge Montafoner Touristiker bekamen spannende Einblicke bei einer “Tour de Ländle”.

Montafon Das „PIZ – Zukunftslabor für nachhaltigen Tourismus“, ein Projekt der Montafon Tourismus GmbH, hat sich gemeinsam mit einer Gruppe junger Montafoner Touristikerinnen und Touristiker in Vorarlberg auf die Suche nach neuen Impulsen für eine nachhaltige Zukunft gemacht. Der gesamte Tag stand im Zeichen von Innovation, Inspiration und Austausch.

Insgesamt 15 junge Montafonerinnen und Montafoner aus tourismusnahen Branchen, wie beispielsweise Landwirtschaft, Seilbahnbetrieben oder Hotellerie und Gastronomie waren vor Kurzem auf einer spannenden Tour durch Vorarlberg. Unter dem Namen „Tour de Ländle“ ging es dabei den ganzen Tag darum, den Montafoner Touristikerinnen und Touristikern der „Next Generation“ spannende Einblicke in die Themen Nachhaltigkeit und Weiterentwicklung sowie „Best-Practice-Beispiele“ aus Vorarlberg aufzuzeigen und diese als Inspiration zu nutzen.

Erster Stopp in Lustenau

Der erste Stopp der „Tour de Ländle“ fand beim Vetterhof in Lustenau statt. Nach einer Stärkung in Form eines Frühstücks mit regionalen Produkten direkt vom Hof und zubereitet durch Vroni von der „Begeisterei“ ging es mit einer Führung durch den Betrieb und einem Impulsvortrag zu unterschiedlichen Themen los. „Die einzige Konstante ist die Veränderung“, erzählt Simon Vetter, Inhaber des Vetterhofs. Und das kann man tatsächlich beobachten, denn seit gut einem Jahr hat der Vetterhof zum Beispiel vom Rinderbetrieb auf einen reinen Gemüsebetrieb umgestellt. Simon ist allzeit bereit, sich den wechselnden Gegebenheiten anzupassen. Ebenfalls erklärt er aus Überzeugung, dass es nicht die eine richtige Lösung für alles gibt, auch nicht in der Nachhaltigkeit. Damit ist gemeint, dass es für Betriebe keine „One-Size-Fits-All-Lösungen“ gibt, denn beim Landwirt in Lustenau sind die Bodenbeschaffenheit, das Klima etc. anders als beispielsweise in der Steiermark. Das Gleiche gilt für die Hotellerie, auch hier sind die Gegebenheiten von Region zu Region unterschiedlich.

Auf dem Vetterhof in Lustenau: Simon Vetter gab eine Hofbesichtigung. <span class="copyright">Büro Ludwina</span>
Auf dem Vetterhof in Lustenau: Simon Vetter gab eine Hofbesichtigung. Büro Ludwina

„Im Hotel lebt alles von der Kultur“

Der zweite Stopp führte die Gruppe aus dem Montafon zum Hotel Hirschen in Schwarzenberg. Auch hier wurde mit einer Führung durch den Betrieb gestartet. Beim anschließenden Impulsvortrag wurden Themen wie der Generationswechsel innerhalb von zwei Monaten, echte Innovationskraft und kuratierte Speisekarten besprochen. „Faire Bedingungen, persönlicher Umgang, den Mitarbeitenden (und sich selbst) ein lebenswertes Leben bieten – im Hotel lebt alles von der Kultur“, zeigt sich Peter Fetz, Inhaber des Hotels Hirschen, überzeugt. Mit 49 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hat das Hotel Hirschen, gemessen an der Anzahl der Zimmer, ein überdurchschnittlich großes Team. Damit hat Peter Fetz jede Stelle voll besetzt, wie er es als ideal empfindet. Er ist überzeugt, dass die Kultur in einer Organisation der Schlüssel zum Erfolg ist.

Im Werkraum Bregenzerwald. <span class="copyright">Büro Ludwina</span>
Im Werkraum Bregenzerwald. Büro Ludwina

Handwerk trifft Tourismus

Und auch beim dritten Stopp, im Werkraum in Andelsbuch, durften die jungen Montafoner Touristikerinnen und Touristiker einen Blick hinter die Kulissen werfen. Die Geschichte des Werkraums Bregenzerwald, der Stellenwert des Handwerks im Bregenzerwald sowie die Zusammenarbeit von Handwerk und Tourismus wurden hier thematisiert. Martin Bereuter, Obmann des Werkraums Bregenzerwald, zeigt sich überzeugt davon: „Die erste Fähigkeit, die es braucht, um Qualität zu entwickeln, ist die Qualität zu erkennen.“ Laut Martin Bereuter gibt es traditionell eine enge Verknüpfung zwischen Handwerk, Tourismus und Landwirtschaft im Bregenzerwald.

Die erste „Tour de Ländle“ war für alle Teilnehmenden inspirierend und motivierend. „Für gute Impulse und echte Innovationskraft braucht es keine weite Reise, denn das Ländle bietet gute Beispiele und Vorbilder“, freut sich Chris Eichhorn, Kurator des PIZ Montafon.

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