Vorarlberg wird radfreundlich

VN / 05.12.2022 • 15:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
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Mehrere Gemeinden bekamen eine silberne Auszeichnung für ihren Einsatz zur Förderung der Radinfrastruktur.

Lauterach Die “Plan B”-Gemeinden Lauterach, Wolfurt, Hard, Lustenau und Bregenz haben die silberne Auszeichnung mit dem Label “Radfreundliche Gemeinde” erhalten. Der Bedarf an mehr Infrastruktur für Räder sei groß. Aus diesem Grund hat sich Vorarlberg mit der Verkehrsstrategie zum Ziel gesetzt, den Anteil des Radverkehrs bis zum Jahr 2030 zu steigern. Derzeit werden 16 Prozent der Alltagswege mit dem Fahrrad zurückgelegt. “Das ist gut, aber für uns noch nicht genug. Deswegen wollen wir den Prozentsatz auf 21 Prozent erhöhen”, sagt Landesrat Daniel Zadra. Dabei sei es von großer Bedeutung, dass das Land mit den Gemeinden zusammenarbeitet. “Das neue Label wurde auch initiiert, um andere Gemeinden zu motivieren, den Weg zugehen”, erklärt Zadra.

Katharina Schwendinger, Radverkehrskoordinatorin des Landes, Landesrat Daniel Zadra und der Bregenzer Bürgermeister Michael Ritsch bei der Verleihung der Auszeichnung.
Katharina Schwendinger, Radverkehrskoordinatorin des Landes, Landesrat Daniel Zadra und der Bregenzer Bürgermeister Michael Ritsch bei der Verleihung der Auszeichnung.

Silber für Vorarlberg

Im Rahmen der Zertifizierung zur “Radfreundlichen Gemeinde” werden die Radinfrastruktur sowie kommunikative Maßnahmen und Ressourcen in den Gemeinden bewertet. “Der entscheidende Unterschied ist, dass anstelle einer Selbsteinschätzung durch die Gemeinde erstmals eine Beurteilung nach Kriterien durch Experten erfolgt”, schildert Katharina Schwendinger, Radverkehrskoordinatorin des Landes. Die ausgezeichneten “Plan B”-Gemeinden hatten sich als Pilotgemeinden für die Erstzertifizierung zur Verfügung gestellt. Ab sofort können alle Vorarlberger Gemeinden mitmachen. Gleichzeitig sollen bald auch radfreundliche Wohnanlagen und Betriebe ausgezeichnet werden, um die Menschen mehr zum Fahrradfahren zu bewegen. “Denn mehr Radverkehr nützt nicht nur dem Klima, sondern ist gleichzeitig ein wichtiger Beitrag zu mehr Lebensqualität in den Städten”, betont Daniel Zadra.

Verliehen wurde die silberne Auszeichnung "Radfreundliche Gemeinde" an die Vertreter der "Plan-B"-Gemeinden: Martin Staudinger (Hard), Bürgermeister Michael Ritsch (Bregenz), Elmar Rhomberg (Lauterach), Gemeinderat Mathias Blaser (Lustenau) und Christian Natter (Wolfurt).
Verliehen wurde die silberne Auszeichnung "Radfreundliche Gemeinde" an die Vertreter der "Plan-B"-Gemeinden: Martin Staudinger (Hard), Bürgermeister Michael Ritsch (Bregenz), Elmar Rhomberg (Lauterach), Gemeinderat Mathias Blaser (Lustenau) und Christian Natter (Wolfurt).

“Die aktuell zertifizierten Gemeinden haben sich jeweils durch unterschiedlichste Stärken ausgezeichnet”, sagt Katharina Schwendinger. Wolfurt hat beispielsweise durch den größten Anteil an Fahrradstraßen geglänzt und Hard konnte mit den guten Radwegeverbindungen in alle Nachbargemeinden punkten. Doch das Zertifikat zeigt auch Schwachstellen auf, an denen noch gearbeitet werden muss.

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