Einbruchsopfer erzählt: „Als hätte da eine Bombe eingeschlagen“

VN / 08.12.2022 • 05:45 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Einbrecher zogen eine Spur der Verwüstung durch sämtliche Räumlichkeiten. <span class="copyright">Hohenfellner</span>
Die Einbrecher zogen eine Spur der Verwüstung durch sämtliche Räumlichkeiten. Hohenfellner

Was dem Schrunser Kurt Hohenfellner am ersten Advent die Sprache verschlug.

Schruns Für den Schrunser Kurt Hohenfellner (60) begann der Advent alles andere als besinnlich. Vielmehr hätte er selbst beinahe die Besinnung verloren. Denn gleich ein ganzer Rattenschwanz an bösen Überraschungen sorgte am Vormittag nach dem ersten Adventsonntag für ausgesprochen üble Laune bei dem Montafoner.

Doch was war geschehen? Hohenfellner erinnert sich deutlich: „Ich kam gegen 9.30 Uhr ins Geschäft. Da fiel mir schon mal das aufgebrochene Kellerfenster auf.“

Der Schrunser Kurt Hohenfellner bekam unliebsamen Besuch in seinem Kfz-Betrieb und in der Wohnung.
Der Schrunser Kurt Hohenfellner bekam unliebsamen Besuch in seinem Kfz-Betrieb und in der Wohnung.

Mehrere Täter?

Dort musste sie ins Gebäude an der Silvrettastraße in Schruns eingedrungen sein, die Einbrecherbande. Der Schrunser geht nämlich von mehreren Tätern aus. Denn ein Einzelner hätte seiner Überzeugung nach nie das Chaos anrichten können, dem der 60-Jährige nun auf Schritt und Tritt begegnete. „Es sah aus, als hätte da eine Bombe eingeschlagen“, empört er sich noch Tage danach, so wütend wie auch fassungslos.

Die Täter brachen das Kellerfenster auf und drangen in das Objekt ein.
Die Täter brachen das Kellerfenster auf und drangen in das Objekt ein.

„Demolierte Fenster, und alle sperrangelweitoffen! Im Büro haben sie die Registrierkasse aufgebrochen und geplündert. In der Wohnung standen sämtliche Türen offen. Neben dem Geld haben sie auch Wertgegenstände mitgehen lassen!“, sagt Hohenfellner, der den insgesamt entstandenen Schaden auf etwa acht- bis neuntausend Euro schätzt.

In der aufgebrochenen Registrierkasse blieb nur noch ein "Trinkgeld" zurück.
In der aufgebrochenen Registrierkasse blieb nur noch ein "Trinkgeld" zurück.

Wer die unbekannten Eindringlinge waren, entzieht sich seiner Kenntnis. Nachfragen bei Nachbarn brachten nichts. „Von denen hat keiner was bemerkt. Natürlich informierte ich auch die Polizei, die gleich mit der Spurensicherung anrückte“, so der Schrunser.

Nicht das einzige Opfer

Hohenfellner wurde nicht zum einzigen Einbruchsopfer auf der weiten Flur des Montafons. „Ich habe von zwei aktuellen Einbrüchen in Pizzarestaurants und einem in ein Elektrogeschäft in Gaschurn gehört. Was ist da los? Und warum geht die Polizei damit nicht an die Öffentlichkeit?“, fragt sich der 60-Jährige und will einen Appell an die Bevölkerung richten, äußerste Vorsicht walten zu lassen. Er selbst hat jedenfalls reagiert und Wohnung und Betrieb in den vergangenen Tagen mit Alarmanlagen ausstatten lassen.  

Die unbekannten Täter ließen kreuz und quer durch die Innenräume ein Chaos zurück.
Die unbekannten Täter ließen kreuz und quer durch die Innenräume ein Chaos zurück.

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