Orientalische, alpenländische oder moderne Krippen: Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt

VN / 11.12.2022 • 11:00 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Marlies Kuster und Stefan Dönz sind stolz auf so viele Krippen. <span class="copyright">Alle Bilder: EST</span><span class="copyright"> </span><span class="copyright"></span><span class="copyright"></span><span class="copyright"></span><span class="copyright"></span><span class="copyright"></span><span class="copyright"></span><span class="copyright"></span><span class="copyright"></span>
Marlies Kuster und Stefan Dönz sind stolz auf so viele Krippen. Alle Bilder: EST

Beim Krippenbauverein Innermontafon herrscht Hochbetrieb. Die Arbeiten werden am Samstag, 10., und Sonntag, 11. Dezember, im Gemeindesaal in St. Gallenkirch ausgestellt.

St. Gallenkirch Für viele ist Weihnachten ohne Krippe undenkbar. Dabei gibt es keine Vorgabe, wie eine Krippe auszusehen hat. Von heimatlich über alpenländisch und orientalisch bis modern ist alles erlaubt, was einem gefällt. Es spielt dabei keine Rolle, dass Jesus nicht auf einer Alpe in den Bergen, sondern im Nahen Osten zur Welt kam. Hier wird die biblische Überlieferung dem Umfeld und dem persönlichen Geschmack angepasst.

Für Stefan Dönz ist Jesus in seiner alpenländischen Krippe zur Welt gekommen.
Für Stefan Dönz ist Jesus in seiner alpenländischen Krippe zur Welt gekommen.

Beim Krippenbauverein Innermontafon wird Grundwissen über den Bau einer Krippe vermittelt. In der Volksschule wurde auf Hochtouren gearbeitet. Für Obfrau Marlies Kuster ist es eine spannende Zeit. Sie ist seit 25 Jahren dabei und ist auch ein Gründungsmitglied. „Es ist für mich reiner Idealismus. Diese orientalische Krippe hier ist mein Herzstück“, so die Krippenbaumeisterin mit Passion. „Ich bin nur zur Unterstützung da“, ergänzte sie bescheiden. „Wenn die Leute dann mit Freude nach Hause gehen, ist das der Lohn und Dank für unsere Arbeit.“

Bei einem Hintergrundmalkurs wurde geübt, passende Hintergründe für die Krippen zu malen.
Bei einem Hintergrundmalkurs wurde geübt, passende Hintergründe für die Krippen zu malen.

Am Samstag, 10., und Sonntag, 11. Dezember, ist die Krippenausstellung im Gemeindesaal in St. Gallenkirch zu sehen. Die Krippen wurden in den letzten Tagen fertiggestellt. Die Krippenbauer bastelten, malten und klebten fleißig. Es fehlten zum Schluss nur noch die Feinheiten und die Protagonisten, die die Krippen erst vollkommen machten.


Es gibt orientalische, alpenländische und moderne Krippen, ebenso auch die Darstellungen von der Herbergsuche. Es sind alles Unikate, in denen viel Herzblut steckt. Die Exponate sollen die Weihnachtsgeschichte, also die Geburt von Jesus Christus in Bethlehem, darstellen.

Auch orientalische Krippen wurden gebaut.
Auch orientalische Krippen wurden gebaut.

Neue Materialien im Einsatz

Seit Ende August nahmen 22 Personen am Krippenbaukurs teil. 15 ehrenamtliche Helfer stehen mit Rat und Tat zur Seite. Das Material wird vorher gesammelt und vom Kurs bereitgestellt. Da gibt es Holz, Schindeln, Naturmaterialien: Der Fantasie sind fast keine Grenzen gesetzt. Heute werden zum Krippenbauen auch neue Techniken verwendet. „Ich bastle gerne. Das Material hier ist aus Styrodur und eher neu. Es ist sehr beweglich und biegsam“, erklärte Helfer Pepii und modelliert gerade einen Torbogen. Ein Hintergrundmalkurs wurde kürzlich angeboten, damit auch der Nachthimmel zur Geltung kommt.

Marlies Kuster freut sich über 25 Jahre Krippenbauverein Innermontafon.
Marlies Kuster freut sich über 25 Jahre Krippenbauverein Innermontafon.

„Bei unserer alpenländischen Krippe fehlt nur noch die Botanik und die Illumination“, erklärte Stefan Dönz, der schon seit acht Jahren als Helfer dabei ist, dass sich seine Krippe in den letzten Zügen befindet. Für seine Kinder Valentin und Rebekka ist es sehr spannend, sie freuen sich vor allem auf das Christkind. „Die Kinder haben einfach eine Freude damit. Sie stehen dann vor der Krippe mit strahlenden Augen“, so der Vater. Die Heilige Familie mit dem Jesuskind sowie der Ochse und der Esel, die Hirten und Engel werden in der Krippe aufgestellt. Erst später erscheinen die Heiligen Drei Könige. Die meisten Figuren kommen aus dem Grödner Tal.

Ein Kummet von einem Zugtier dient hier als Überdachung der Krippe.
Ein Kummet von einem Zugtier dient hier als Überdachung der Krippe.

„Die Geburt Christi, also Weihnachten, ist für mich ein sehr wichtiger Teil in meinem Leben. Ich erinnere mich noch, als wir damals mit der Ahna die Kilka-Krippe anschauen durften“, erzählte Marlies Kuster. „Mir wird dabei heute noch warm ums Herz.“

Die Krippenbauwerkstatt.
Die Krippenbauwerkstatt.

Krippele-Weg als Zusatzangebot

Für Besucher, die gerne Weihnachten im Wald erleben möchten, gibt es die Möglichkeit, den Krippele-Weg in St. Gallenkirch bis Lichtmess zu besuchen. Bei der Krippenausstellung im Gemeindesaal ist natürlich auch fürs leibliche Wohl gesorgt. Die Musikkapelle St. Gallenkirch umrahmt mit stimmungsvoller Musik und möchte damit allen Besuchern das Gefühl von Weihnachten schenken. EST

Parat für die Ausstellung.
Parat für die Ausstellung.

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