Umfangreiche Pläne für einstiges Salvatorkolleg in Hörbranz

VN / 03.02.2023 • 17:00 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Das Salvatorkolleg in Hörbranz.
Das Salvatorkolleg in Hörbranz.

Wohnraum, Gastronomie, Spielräume u.v.m. sollen in Hörbranz entstehen. Bis Juli soll Entwurf präsentiert werden.

Hörbranz Die Marktgemeinde Hörbranz lud gemeinsam mit der ZM3 Immobiliengesellschaft zur Präsentation des Moduls 2 der Vorentwurfsphase der Quartiersentwicklung Forum Leiblachtal in den Leiblachtalsaal ein. Zahlreiche interessierte Bürgerinnen und Bürger aus dem gesamten Leiblachtal wurden über den aktuellen Stand der Planungen und den weiteren Verlauf der Quartiersentwicklung informiert. Im Fokus standen die Ergebnisse des Bürger-Workshops, das mit der Gemeinde entwickelte strategische Zielbild sowie der davon abgeleitete Vorentwurf zur Quartiersentwicklung des Planungsteams unter der Leitung von Architekt Wolfgang Ritsch.

Vizebürgermeister Stefan Fischnaller, Architekt Wolfgang Ritsch, Bürgermeister Andreas Kresser, Samuel Kegele (ZM3), Provinzial Pater Dr. Friedrich Emde, Christoph Sedlmeier (Stiftung Liebenau), Michael Metzler (ZM3).
Vizebürgermeister Stefan Fischnaller, Architekt Wolfgang Ritsch, Bürgermeister Andreas Kresser, Samuel Kegele (ZM3), Provinzial Pater Dr. Friedrich Emde, Christoph Sedlmeier (Stiftung Liebenau), Michael Metzler (ZM3).

Bürger eingebunden

Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte Bürgermeister Andreas Kresser alle Interessierten und zeigte sich angetan von der Leistung von Wolfgang Ritsch und allen Mitwirkenden. Er lobte die professionelle und transparente Herangehensweise bei der Projektentwicklung. So wurden die Bürger im Rahmen eines Workshops in die Ideenfindung und den Entwurfsprozess aktiv im Rahmen von Beteiligungsworkshops eingebunden. Auch einige Gemeindevertreterinnen und -vertreter nahmen diese Gelegenheit zum Mitgestalten wahr. Die Marktgemeinde war weiters auch im Rahmen eines Auftraggeber-Workshops in den Entwurfsprozess miteingebunden. Außerdem betonte der Bürgermeister die breit aufgestellte Auswahl von Fachplanenden, die im Rahmen eines weiteren Workshops unter der Leitung von Wolfgang Ritsch mitgewirkt haben.

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„Dem Planungsteam und Wolfgang Ritsch war es wichtig, vorausschauend mit einem Zeithorizont von mindestens 50 Jahren zu planen. So wurde beispielsweise auch eigens ein Meteorologe eingeladen, der mit Blick auf die Klimaerwärmung das Areal klimafit machen soll. Im Rahmen des Fachplanungs-Workshops wurden Gebäudestrukturen derart positioniert, dass sie die Land-See Thermik nicht behindern, damit dann nachts eine natürliche Abkühlung des Areals erfolgen kann.“

Bürgermeister Andreas Kresser lobte die professionelle und transparente Herangehensweise bei der Projektentwicklung.
Bürgermeister Andreas Kresser lobte die professionelle und transparente Herangehensweise bei der Projektentwicklung.

dankte sich bei allen Mitwirkenden, insbesondere bei den Teilnehmenden des Bürger-Workshops. Im Rahmen von drei Workshops wurden alle 74 zuvor eingereichten Nutzungsideen behandelt und die passendsten Vorschläge vertieft thematisiert. Aufbauend auf die Ergebnisse des Bürger-Workshops wurde ein strategisches Zielbild erarbeitet. „Der Nutzungsschwerpunkt soll auf Regionalität, Ernährung, Bildung sowie Gesundheit liegen. Weiters soll das Forum Leiblachtal zu einem attraktiven Standort mit gemeindeübergreifendem Nutzungsangebot für die Region entwickelt werden“, erläutert Kegele.

Großes Interesse am Projekt.
Großes Interesse am Projekt.

Architekt Wolfgang Ritsch schilderte in seiner Präsentation die Ergebnisse der bisherigen Analyse und Planungen mit daraus abgeleiteten Zielsetzungen sowie Mobilitäts- und Verkehrskonzept, Gebäude- und Raumstrukturen, Grün- und Freiraumkonzept. Neben dem denkmalgeschützten Ensemble soll auch das Wirtschaftsgebäude erhalten bleiben und als neues „Herzstück“ im Areal fungieren. Dieses ist zwar nicht denkmalgeschützt, aber erhaltenswert. In diesem Gebäude soll ein neuartiges Angebot mit den Schwerpunkten Regionalität, Ernährung und Bildung geschaffen werden. Das Kloster und die anderen denkmalgeschützten Objekte sollen vorerst weitergenutzt werden wie bisher. Es ist noch unklar, ob das Bubeninternat der Landesberufsschule Lochau im Kloster Platz finden wird. Die bestehenden Schrebergärten werden durch eine Kleingartenanlage außerhalb des Areals ersetzt. Ergänzend zu den bestehenden Gebäuden sollen quartiersbildende Baukörper positioniert werden, die gemeinsam mit einer attraktiven Freiraumplanung begrünte Innenhöfe mit hoher Aufenthaltsqualität bilden.

Architekt Wolfgang Ritsch erläutert Interessierten das Arbeitsmodell.
Architekt Wolfgang Ritsch erläutert Interessierten das Arbeitsmodell.

Östlich und südlich des Wirtschaftsgebäudes soll laut Architekt Wolfgang Ritsch Wohnraum entstehen. Der Schwerpunkt wird auf betreutes, gemeinnütziges und kurzzeitiges Wohnen liegen. Eigentumswohnungen wird es keine geben. Im Zentrum des Areals soll auch ein Gastronomieangebot entlang einer Begegnungszone entstehen. Ein Büro- und Verwaltungsgebäude und gewerblich genutzte Kleinhallen runden den Nutzungsmix ab. „Wir legen besonderen Wert auf eine attraktive Außenraumgestaltung. Innerhalb der Gebäudestrukturen sollen mehrere Höfe mit unterschiedlichen Schwerpunkten entstehen. Unter anderem soll dort ein attraktiver Spielplatz entstehen, der auch Erwachsene ansprechen soll“, so Wolfgang Ritsch.

Im Modul 3 (Entwurfsausarbeitung) der Quartiersentwicklung wird es Ende Mai 2023 einen Feedbackabend geben, zu dem alle Teilnehmenden des Bürgerworkshops eingeladen sind. Bis Anfang Juli soll dann der Entwurf der Quartiersentwicklung feststehen und im Rahmen einer weiteren Präsentation erneut den Bürgerinnen und Bürgern von Hörbranz präsentiert werden.

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