Dramatische Szenen: Cobra-Einsatz im Melanie-Hochhaus in Lochau

VN / 20.06.2023 • 16:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Eine Bewohnerin und Augenzeugin hielt die aufsehenerregende Aktion mit dem Handy fest. <span class="copyright">Burtscher</span>
Eine Bewohnerin und Augenzeugin hielt die aufsehenerregende Aktion mit dem Handy fest. Burtscher

Großeinsatz der Polizei beim Melanie-Hochhaus riss Montagfrüh die Bewohner aus dem Schlaf.

Lochau „Hilfe Polizei!“ schallte es am Montagmorgen um 5 Uhr rund um den Seepark, auch bekannt als Melanie-Hochhaus. „Aus fast jedem Fenster starrten Gesichter“, schilderte Augenzeugin Brigitte Burtscher den VN die Situation.

Mit Messer herumgefuchtelt

Sämtliche Blicke waren gebannt auf einen leicht bekleideten Mann in einer psychischen Ausnahmesituation, der auf einem Balkon im ersten Stock herumschrie, mit einem Messer herumfuchtelte.

Zunächst rückten ein Dutzend alarmierte Polizeibeamte mit Schutzschilden an. Hinzu kam schließlich auch das Sondereinsatzkommando Cobra. „Einer der Cobra-Beamten kommunizierte anschließend mit dem Mann auf dem Balkon“, so Burtscher weiter. „Währenddessen stiegen weitere Cobra-Leute vom Balkon einer Nachbarwohnung zum Balkon und überwältigten den Tobenden. Das Ganze ging mehrere Stunden lang.“

Ein Großaufgebot der Polizei mit Sondereinsatzkommando rückte Montagfrüh an.<span class="copyright"> Burtscher</span>
Ein Großaufgebot der Polizei mit Sondereinsatzkommando rückte Montagfrüh an. Burtscher

Ohne Widerstand

Polizeisprecher Rainer Fitz bestätigte den VN den Vorfall. „Der Betroffene war in einer psychischen Ausnahmesituation, ließ sich aber widerstandslos festnehmen. Es wurde niemand verletzt.“ Das Einsatzkommando habe verhindern können, dass sich der Mann vom Balkon stürzte, was befürchtet werden musste. Er wurde anschließend der medizinischen Versorgung übergeben.

Der Betroffene wurde in einen Polzeibus verfrachtet. <span class="copyright">Burtscher</span>
Der Betroffene wurde in einen Polzeibus verfrachtet. Burtscher

Unmut über “Airbnb”

Wie sich herausstellte, handelte es sich bei dem Betreffenden um einen Ausländer, der sich hier kurzfristig eingemietet hatte. Und zwar über den Anbieter „Airbnb“, der bevorzugt Wohnungen mit Seeblick für kurzfristige Aufenthalte vermietet und der seit längerer Zeit für Diskussionsstoff sorgt. Vor allem in Lochau.

Der tobende Mann wurde im ersten Stock des Melanie Hochhauses überwältigt. <span class="copyright">vn/gs</span>
Der tobende Mann wurde im ersten Stock des Melanie Hochhauses überwältigt. vn/gs

Und vor allem auch im Melanie Hochhaus, dessen Bewohner so gar nicht entzückt sind über die neuen Mieter. „Wir wissen schon gar nicht mehr, wer von denen alles einen Schlüssel hat und wer sie überhaupt sind“, klagt nicht nur Brigitte Burtscher. Sondern auch ein weiterer Bewohner des Hochhauses, Thorsten Rixmann: „Diese Leute feiern Partys, machen Lärm und Müll.“

Thorsten Rixmann: "Diese Leute feiern Partys, machen Lärm und Müll."  <span class="copyright">Juen</span>
Thorsten Rixmann: "Diese Leute feiern Partys, machen Lärm und Müll." Juen

Unterlassungsklage

Dabei sei „Airbnb“ gar nicht berechtigt, hier Wohnungen zu vermieten (zwei sind dem Vernehmen nach im Besitz eines deutschen Eigentümers). Dies könne nämlich nur mit dem vorherigen Einverständnis der gesamten Hausgemeinschaft möglich. „Doch wir wurden gar nicht mal gefragt“, sagt ein weiterer Bewohner.  Die Hausgemeinschaft strebe deshalb eine Unterlassungsklage an.

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