Was der Urin mit den Augen zu tun hat

Dr. Christoph Laufenböck bündelt exzellentes Fachwissen mit Humor und Bodenständigkeit.
Dornbirn Für Mittelmaß ist im Leben von Christoph Laufenböck kein Platz. Jede Herausforderung wird mit Hingabe und auch einer gehörigen Portion Humor angenommen. Ob als Arzt oder im persönlichen Leben – halbherzige Versuche sind wohl nicht sein Ding. Vor sechs Jahren ist für den Facharzt für Augenheilkunde der Traum von einer eigenen Ordination in Dornbirn wahr geworden. Heute wird in der modernen Praxis neben der klassischen Augenheilkunde auch in der Gesichtsästhetik einiges angeboten.

Der Mediziner selbst ist nicht stehengeblieben. Er darf sich „Fellow of the European Board of Ophthalmology“ (FEBO) nennen. Dieser Zusatztitel für Augenärzte wird nach Bestehen einer europäischen Facharztprüfung verliehen und bescheinigt ein überdurchschnittlich hohes Niveau in der Augenheilkunde. Zusätzlich hat sich der Arzt auf Lidchirurgie und Ästhetik spezialisiert. Und nun hat Christoph zu all dem ein Buch geschrieben.
„Das Auge ist das einzige Organ, das uns sehen lässt und zugleich Einblicke gewährt.“
Dr. Christoph Laufenböck, FEBO
Aufgewachsen ist der 42-Jährige in einer Handwerkerfamilie in einer kleinen oberösterreichischen Gemeinde. Während seiner Gymnasialzeit stieß er auf ein Zitat der Amerikanerin Marianne Williamson, das durch Nelson Mandela weltberühmt wurde: „Unsere größte Stärke liegt oft in dem Licht, das wir selbst fürchten.“ Für den klugen jungen Mann war die Botschaft klar: Es ergibt keinen Sinn, sich kleiner zu machen, als man ist. Wahre Größe zeigt sich vielmehr darin, das eigene Potenzial mutig anzunehmen und voll zu entfalten. „Das ist eine Art Leitmotiv meines Lebens“, sagt der Vater zweier Töchter. Vielleicht liegt genau darin der Ursprung seiner Entwicklung zu einem kompetenten Arzt, der sich seine Bodenständigkeit stets bewahrt hat, und der seinen Patientinnen und Patienten mit Humor und auf Augenhöhe gegenübertritt.

Nach der Matura stand der Zivildienst an, den Christoph in den Reihen des Roten Kreuzes absolvierte. Mediziner werden war sein Traum und der Gedanke verfestigte sich während dieser Zeit. Folgerichtig führte ihn sein Weg zum Medizinstudium nach Innsbruck. Eine schwere Augenentzündung war für den Studenten der Impuls, sich für das entsprechende Fachgebiet zu entscheiden. „Das Auge ist faszinierend, weil es gewissermaßen ein Fenster zum Gehirn ist. Die Netzhaut ist entwicklungsgeschichtlich ein Teil des zentralen Nervensystems. Dadurch kann man Nervengewebe direkt betrachten, ohne operativ eingreifen zu müssen. Das ist im menschlichen Körper einmalig“, erklärt der Arzt.

Nach mehreren Stationen entschieden sich Christoph und seine Frau Eva-Maria, die er während des Studiums in Innsbruck kennengelernt hatte, ihren Familiensitz nach Vorarlberg zu verlagern. Sie kannten und liebten das Ländle aus Christophs Assistentenzeit am LKH Feldkirch.
Und nun hat der Augenarzt ein Buch geschrieben, das im März auf der Leipziger Buchmesse präsentiert wird. Kein Fachbuch, sondern eine Sammlung von Kuriosem, Überraschendem und Humorvollem aus seinem Alltag. „Die Idee kam von einem Freund“, erzählt er. „Wenn wir zusammensaßen, habe ich oft von ungewöhnlichen Erlebnissen berichtet, und er meinte: Das muss aufgeschrieben werden.“ Drei Jahre hat es gedauert, bis das Buch „Durch die Pupille geschaut“, (Bucher Verlag), fertig war. Der Leser darf einen Blick hinter die Kulissen der Augenheilkunde werfen und dabei den menschlichen und heiteren Aspekt der Medizin erleben. Für Christoph Laufenböck ist es auch eine Art Verarbeitung der täglichen Stresssituationen und skurrilen Momente. Das Buch scheint spannend, denn wer weiß schon, was Urin mit Augen zu tun hat?
Zur Person
DR. CHRISTOPH LAUFENBÖCK
GEBOREN 26. Oktober 1983 in Schärding am Inn
WOHNORT Dornbirn
FAMILIENSTAND verheiratet, zwei Töchter
BERUF Facharzt für Augenheilkunde und Optometrie
HOBBYS Familie, Sport, Faible für Bibliotheken