Dornbirner SV setzt bei der Nachwuchsführung auf eine Lösung aus den eigenen Reihen

Rolf Karner übernimmt ab Juli gemeinsam mit Dragan Beric die Nachwuchsleitung.
Dornbirn Mit dem Dornbirner SV stellt einer der traditionsreichsten Fußballvereine Vorarlbergs die Weichen für die Zukunft seiner Nachwuchsarbeit neu. Ab dem 1. Juli wird Rolf Karner gemeinsam mit Dragan Beric die Leitung des Nachwuchsbereichs übernehmen. Der 45-Jährige folgt auf Christian Köll, der den Verein nach einer Saison verlässt und künftig als Trainer beim SK Meiningen tätig sein wird. Die Entscheidung für Karner fiel bewusst vereinsintern aus. Seit vier Jahren arbeitet er als Nachwuchstrainer bei den Grün-Weißen, zudem engagiert er sich seit zwei Jahren im Vorstand des Vereins.
Für Karner bedeutet die neue Aufgabe weit mehr als die Organisation des laufenden Spielbetriebs. Der Dornbirner sieht seine künftige Rolle vor allem darin, die Strukturen innerhalb der Nachwuchsabteilung weiterzuentwickeln und bestehende Abläufe zu modernisieren. Im Mittelpunkt stehen eine effizientere Kommunikation, eine zeitgemäße Verwaltung der Nachwuchsspielerinnen und -spieler sowie eine engere Verzahnung zwischen den einzelnen Altersstufen und dem Erwachsenenbereich.
Knapp 300 Kinder
Die Dimension dieser Aufgabe ist beachtlich. Nach Angaben des Vorarlberger Fußballverbandes verfügt der Dornbirner SV hinter den beiden Bundesligisten über die drittgrößte Nachwuchsabteilung des Landes. Fast 300 Kinder und Jugendliche tragen aktuell das grün-weiße Trikot. Das Angebot reicht von der Ballschule bis zur U18-Mannschaft. Besonders gefragt ist die vereinseigene Ballschule, in der bereits Kinder im Alter zwischen 18 Monaten und acht Jahren spielerisch an Bewegung und den Umgang mit dem Ball herangeführt werden.
Verbindung nach Berlin
Auch während der Sommermonate ruht die Nachwuchsarbeit nicht. Gemeinsam mit der Fußballschule des deutschen Bundesligisten Hertha BSC veranstaltet der Dornbirner SV jedes Jahr ein einwöchiges Fußballcamp. Für Karner hat diese Kooperation einen besonderen Stellenwert, zumal er selbst mehrere Jahre in der deutschen Hauptstadt gelebt hat.
Der Fokus liegt auf der Ausbildung eigener Talente und deren Integration in höhere Mannschaften. Das zeigt sich an der jungen Eliteligamannschaft, die zu den jüngsten Teams ihrer Liga zählt. Im Zentrum der Nachwuchsarbeit stehen für Karner jedoch nicht Tabellenplätze oder kurzfristige Erfolge. Vielmehr sollen Freude am Fußball, Teamgeist und Fairplay vermittelt werden. Gleichzeitig erhalten ambitionierte Talente die Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln. VN-TK