Nach versuchtem Einbruch in Feldkircher Waffengeschäft: Möglicher Täter in Tirol geschnappt

Die Vorgangsweise war ident: 20-jähriger Franzose als Tatverdächtiger nach Einbruch in “Rammbock-Manier” in Tirol festgenommen.
Feldkirch, Innsbruck In der Nacht auf den vergangenen Mittwoch wurde in Feldkirch mit einem Auto als “Rammbock” die Auslage eines Waffengeschäftes zertrümmert (die VN berichteten). Es wurde versucht, in das Geschäft einzubrechen. Doch der “Vorstoß” misslang. Der oder die Täter scheiterten und flüchteten. Wie die Polizei bestätigte, wurde beim Einbruchsversuch ein zuvor in der Schweiz gestohlener Pkw verwendet.
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Bereits am nächsten Tag, es war gegen 23.07 Uhr, ging ein Einbruchsalarm bei der Polizeiinspektion St. Anton am Arlberg ein. Bei einem Waffengeschäft wurde eine Scheibe durchschlagen, aus einer Vitrine im Schauraum fehlten anschließend mehrere Waffen.
Der Coup lief ab wie in Feldkirch. Auch hier wurde ein Auto als Rammbock benutzt und damit wurden die Scheiben zertrümmert.
Diebesbeute verschwunden
Bei der anschließenden Fahndung konnte ein 20-jähriger Franzose mit dem Tatfahrzeug angehalten und festgenommen werden. Auch bei diesem Pkw handelte es sich um ein in der Schweiz gestohlenes Fahrzeug. Das Diebesgut wurde jedoch nicht gefunden. Denn dem Vernehmen nach soll bis zur Festnahme des Tatverdächtigen etwa eine Stunde vergangen sein. Der Mann könnte laut Landeskriminalamt also Zeit gehabt haben, um die Waffen zu verstecken oder sie zu übergeben.
Teilweise geständig
Dies bestätigte den VN auf Anfrage Philipp Rappold, stellvertretender Leiter des Tiroler Landeskriminalamtes (LKA) in Innsbruck. “Den Einbruch in das Waffengeschäft in St. Anton am Arlberg gibt er zu, nicht aber die Entfremdung des Autos in der Schweiz.” Man gehe bislang von einem Einzeltäter aus.
Nun liegt im wahrsten Sinne des Wortes die Annahme nahe, bei dem jungen Franzosen könnte es sich um denselben Täter handeln, der für den versuchten Einbruch am Tag zuvor in Feldkirch verantwortlich war. Dazu Rappold: “Dafür spricht die idente Vorgangsweise. Es ist also nicht auszuschließen. Gemeinsam mit den Kollegen des Landeskriminalamtes Vorarlberg ermitteln wir auch in diese Richtung.” Konkrete Hinweise gäbe es aber nicht, denn der inhaftierte Tatverdächtige selbst schweigt dazu. Auch zu einem ähnlichen Fall in der Schweiz. Deshalb ist das LKA Tirol diesbezüglich auch mit den Schweizer Behörden im Austausch.