Da raucht’s in der Stimme

29.10.2012 • 20:02 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die 19-jährige Lisa Aberer mit ihrem Mentor, dem Scooter-Frontmann H.P. Baxxter. Foto: VOX
Die 19-jährige Lisa Aberer mit ihrem Mentor, dem Scooter-Frontmann H.P. Baxxter. Foto: VOX

Die 19-jährige Lisa Aberer singt am kommenden Sonntag live im deutschen Fernsehen.

Köln. (VN-ger) Gesangs- und Tanz-Proben, Fotoshootings, Dreharbeiten, Interviews, Styling-Termine. Im Leben der Lisa Aberer geht es derzeit rund, die Vorbereitungen für die erste Liveshow von X Factor am kommenden Sonntag (20.15 Uhr, VOX) laufen auf Hochtouren.

„Es ist eine sehr spannende, aber auch sehr stressige Zeit“, fasst die 19-jährige Vorarlbergerin die vergangenen Tage und Wochen zusammen. 24.000 Kandidaten hatten sich für die dritte Ausgabe der VOX-Castingshow beworben, zwölf Solokünstler bzw. Bands haben es schließlich ins Finale geschafft. Darunter auch Lisa Aberer: „Eine gewisse Grundspannung und Nervosität ist da. Aber ich glaube, ich habe es noch nicht wirklich realisiert.“

„Eigener Stil“

Seit wenigen Tagen weilt die junge Sängerin in Köln, wohnt gemeinsam mit ihren Mitstreitern in einer WG. „Es ist lustig und familiär. Wir verstehen uns alle gut und üben auch zusammen“, erzählt Lisa mit ihrer unverkennbar rauchigen Stimme. Mit eben dieser wusste die Musicalschülerin auch ihren Mentor H.P. Baxxter zu überzeugen: „Lisa hat einen hohen stimmlichen Wiedererkennungswert und dazu einen eigenen Stil zu singen“, schwärmt der Scooter-Frontmann, der sich auch von Lisas äußerem Erscheinungsbild höchst angetan zeigt. „Ihre Bühnenpräsenz ist toll, sie ist sehr stylisch, sexy, glamourös und hat eine phantastische Ausstrahlung.“ Und Mentor H.P. Baxxter selbst? „Der ist so cool drauf und kann mit uns Mädchen verdammt gut arbeiten“, ist Lisa glücklich über die Entscheidung.

Die Musik liegt der 19-Jährigen praktisch im Blut. „Ich bin damit aufgewachsen.“ Lisas Vater ist niemand geringerer als Rolf Aberer, seines Zeichens Dr.-Toni-Russ-Preisträger und Gründer des Jazzseminars Dornbirn. Auch Mama Susanne hat bereits in verschiedenen Bands gesungen, derzeit ist sie vor allem in der A-Cappella-Gruppe Zimtschnecken aktiv.

Kiddy Contest und Tattoos

„Ah ok, eine Castingshow.“ Die Begeisterung über ihre X-Factor-Teilnahme hielt sich bei ihren Eltern zunächst in Grenzen. „Aber jetzt unterstützen sie mich voll“, freut sich die 19-Jährige.

Seit ihrem achten Lebensjahr nimmt Lisa zudem Gesangsunterricht. 2004 konnte sie den Sieg beim Kiddy Contest, einer ORF-Castingshow für Kinder von 8 bis 13 Jahre, für sich verbuchen. Ihre Musikverbundenheit spiegelt sich auch auf der Haut der Casting-Teilnehmerin wieder – in Form von vier Tattoos. Das Wort „Music“, ein Notenschlüssel sowie Ballettschuhe mit dem Schriftzug „since 1996“ sind dort zu finden. Ebenso wie die Buchstaben LA für Lisa Aberer, aber auch Ausdruck dafür, „dass man nie vergessen soll, woher man kommt.“

Ein Schritt näher

Und was, wenn sie die Casting-Show gewinnen sollte? „Das ist sehr weit hergeholt. Aber ich möchte auf jeden Fall ganz normal weiterleben und meine Ausbildung fertig machen“, meint das Gesangstalent. Wie auch immer es ausgehen mag, ihre Teilnahme sei auf jeden Fall ein Schritt näher in Richtung ihrem großem Ziel: von der Musik leben zu können.

Ich glaube, ich habe es noch nicht wirklich realisiert.

Lisa Aberer

Zur Person

Lisa Aberer

singt am kommenden Sonntag, 4. November, in der ersten Liveshow der VOX-Castingshow X Factor
Geboren: 8. Dezember 1992

Laufbahn: VS Wolfurt-Mähdle, Unterstufe am Sacré Coeur Riedenburg, musischer Zweig am BORG Dornbirn-Schoren, derzeit Ausbildung an der Musicalschule Stage Art in Hamburg

Hobbys: Singen, Tanzen, Freunde treffen, Lesen, Weggehen
Wohnort: Hamburg, Schwarzach

Familie: Vater Rolf (63), Mutter Susanne (43), Halbgeschwister Julian (30), Tanja (33) und Tim (10)