Ehefrau wollte vor Gericht nicht mehr aussagen

Vorarlberg / 05.11.2012 • 22:19 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Häusliche Gewalt: Anzeige, Prozess, aber schließlich wieder ein Freispruch.

feldkirch. (VN-ec) Beinahe schon „Klassiker“ sind jene Beziehungsstreitigkeiten, in denen die Frau den Mann wegen gewalttätiger Übergriffe anzeigt und ihn anschließend im Prozess nicht mehr belasten will. Die Folge: Freispruch. So auch gestern. Eine vierfache Mutter wollte unbedingt ins Frauenhaus. Ihr Mann ohrfeige und schlage sie mit den Fäusten. Er beschimpfe sie als Hure und bedrohe sie mit dem Tod. Gestern im Prozess wollte sie nicht mehr gegen ihren Gatten aussagen.

Gericht machtlos

Da es keine anderen Beweise gibt, ist das Gericht machtlos, die damals getätigten Aussagen dürfen nicht verwertet werden. Hätten zum Beispiel Nachbarn die Schläge gesehen, Passanten Grobheiten beobachtet, wäre die Situation anders.

Doch so zählt allein die Aussage des Angeklagten. Und der sagt: „Nie geschlagen, nie gedroht.“ Selbst die Anklagebehörde verzichtet auf Rechtsmittel, die Entscheidung ist somit rechtskräftig.