Kompetenzzentrum nimmt Arbeit auf

Vorarlberg / 05.11.2012 • 20:04 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Übernimmt neue Aufgaben: Werner Grabher. Foto: VN
Übernimmt neue Aufgaben: Werner Grabher. Foto: VN

Werner Grabher setzt in eigenem Zentrum Maßnahmen gegen Gewalt an Kindern.

Feldkirch. (VN-ib) Empfehlung Nummer zehn der Expertenkommission ist erfüllt: Das Kompetenzzentrum für Kinderschutz hat mit Anfang November offiziell die Arbeit aufgenommen. Geschäftsführer und noch einziger Mitarbeiter ist der bisherige Leiter der Jugendwohlfahrt, Werner Grabher. Er muss nun die Schwerpunkte ausarbeiten und Fachleute finden. Schließlich sollen in dem Zentrum, das im Gebäude der Arbeiterkammer in Feldkirch angesiedelt ist, schlussendlich bis zu vier Mitarbeiter tätig sein.

Was sind Ihre neuen Aufgaben?

Grabher: Es gibt vier große Bereiche: Das Zentrum kümmert sich um die Qualifizierung der Fachkräfte in der Jugendwohlfahrt. Es soll ein systematischer Zugang zu Forschung im Bereich Kinderschutz geschaffen werden. Drittens sollen alle Beteiligten – von Jugendwohlfahrt über Kinderbetreuungseinrichtungen bis zur Justiz – besser vernetzt werden. Wir müssen alle Einrichtungen zusammenbringen. Und wir machen Öffentlichkeitsarbeit und erstellen Informationsmaterial.

Was hat sich seit Cains Tod für Vorarlberger Kinder verbessert?

Grabher: Es hat sich Substantielles verbessert. In knapp zwei Jahren wurde ein Bündel an Maßnahmen umgesetzt. Parteien, Behörden und private Träger haben reagiert und Maßnahmen getroffen statt Schuldzuweisungen.

Ist damit ausgeschlossen, dass es einen zweiten „Fall Cain“ in Vorarlberg geben könnte?

Grabher: Das Schlimme ist: So etwas ist nie ganz auszuschließen. Aber wir haben viele Maßnahmen getroffen, um Kinder so gut wie ­möglich zu schützen. Bei einem Bereich wie diesem ist man nie am Ende. Und mit dem Kompetenzzentrum stehen wir ja erst ganz am Anfang.