Richter soll jetzt befangen sein

Vorarlberg / 05.11.2012 • 22:19 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Angeklagten beteuern ihre Unschuld. Foto: vn/hofmeister
Die Angeklagten beteuern ihre Unschuld. Foto: vn/hofmeister

Zuhältereiprozess am Landesgericht Feldkirch wurde überraschend vertagt.

Christiane Eckert

feldkirch. Ende September wurde am Landesgericht Feldkirch eine 66-jährige Frau wegen Zuhälterei verurteilt. Sie gestand, im Rahmen eines Escort-Services bei der Vermittlung von Damen mitgeholfen zu haben. Das bedeutete für sie einen Schuldspruch wegen Zuhälterei, weil sie mehrere Frauen ausgenutzt hatte.

„Niemanden ausgenutzt“

Ihre zwei Kolleginnen sehen die Situation anders. „Wir haben niemanden ausgenutzt, den Frauen nur geholfen“, so die zwei Frauen. Nun hat Richter Peter Mück das Problem, dass er im vergangenen Verfahren Zuhälterei annahm und nun unter Umständen nicht völlig neutral den Fall der anderen zwei Damen beurteilen kann. Das behauptet jedenfalls Verteidiger German Bertsch.

Der Gerichtspräsident prüft nun den Fall und bestimmt dann unter Umständen einen anderen Richter.

Weiteres Verfahren

Daneben steht noch ein Verfahren nach dem Finanzstrafgesetz an, weil die angeblich verdienten 200.000 Euro nicht versteuert wurden.

Auch wegen betrügerischer Krida droht ein weiterer Prozess. Eine der Damen war angeblich in Privatkonkurs, während sie den Begleitservice mit mindestens 14 Damen betrieb.