Hundebesitzer wegen Tierquälerei angeklagt

Vorarlberg / 28.11.2012 • 22:27 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

22-Jähriger soll zwei Hunde misshandelt haben.

bregenz. (ec) Ein 22-jähriger Deutscher musste sich gestern wegen Tierquälerei vor Gericht verantworten. Er besitzt zwei Mischlinge. Drei Jahre war er Helfer in einer Hundeschule. Vom amerikanischen Hundetrainer Cesar Millan hat er sich einiges abgeschaut. Auch sein Lehrer aus Lindenberg, der eine Hundeschule betreibt, beschäftigt sich mit dieser Methode. Was eine Lochauerin anzeigte, hat aber nichts mit Lehrmethodenstreit zu tun.

Laut Aussage der Frau trat der Mann gegen seinen Hund. Dieser habe lautstark geheult. Zwei Tage später – ein ähnlicher Vorfall vor ihrer Haustür. Derselbe Mann soll sich brutal auf den Hund geworfen und ihn niedergedrückt haben, sodass dieser jaulte. Sie holte die Polizei und zeigte den Mann an. „Ich will, dass ihm die Hunde abgenommen werden“, so die Anzeigenerstatterin. Der Beschuldigte verneint, dass er den Hund „getreten“ habe.

Gegendarstellung

Sowohl er als auch sein deutscher „Lehrmeister“ schildern, wie sie die Lehrmethoden von Millan umsetzen. Millan wurde bekannt durch die TV-Serie „Der Hundeflüsterer“. Das angebliche Treten sei etwas anderes. Wenn der Hund zum Beispiel links geführt wird, dann führt der Hundeführer den rechten Fuß hinter seinem linken Bein vorbei und berührt das Tier mit der flachen Schuhsohle, um seine Aufmerksamkeit zu bekommen. Der Hund schaue zum Führer hoch und man könne wieder mit ihm kommunizieren. So werde Autorität signalisiert. Nun soll ein Tiersachverständiger beigezogen werden, um zu klären, ob es sich um anerkannte Trainingsmethoden handelt und ob dabei Schmerzen entstehen. Der Prozess wurde vertagt. Es steht Aussage gegen Aussage.