Bezau bekommt nun doch eine Apotheke

Vorarlberg / 29.11.2012 • 18:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Bregenzerwald wird bald um eine öffentliche Apotheke reicher. Die Planungen für Bezau starten. Foto: vn/paulitsch
Der Bregenzerwald wird bald um eine öffentliche Apotheke reicher. Die Planungen für Bezau starten. Foto: vn/paulitsch

Der Unabhängige Verwaltungssenat hat den positiven Bescheid der BH Bregenz bestätigt.

bezau. (VN-mm) Nun ist es fix: Die Marktgemeinde Bezau wird eine öffentliche Apotheke bekommen. Der Unabhängige Verwaltungssenat (UVS) hat eine Berufung der niedergelassenen Ärzte Dr. Jodok Fink und Dr. Heinz Schwarzmann, die eine Hausapotheke betreiben, zurückgewiesen und die positive Entscheidung der Bezirkshauptmannschaft Bregenz bestätigt. Angesucht um die Konzession zur Führung einer öffentlichen Apotheke hatte Mag. Sandra Hammerer aus Egg. Sie ist derzeit in der „Wälder“-Apotheke in Lingenau beschäftigt.

Aus Sicht des Präsidenten der Vorarlberger Apothekerkammer, Mag. Jürgen Rehak, traf der UVS die „richtige Entscheidung“. Das Einzugsgebiet sei für eine weitere öffentliche Apotheke groß genug. Zuvor hatte schon die Österreichische Apothekerkammer in einem Gutachten festgestellt, dass die bestehenden Apotheken in Egg und Lingenau durch eine Apotheke in Bezau existenziell nicht gefährdet sind.

Bemerkenswert ist laut Rehak die Schnelligkeit, mit der der Unabhängige Verwaltungssenat in diesem Fall agierte. Zwischen BH-Bescheid und UVS-Erkenntnis lagen gerade einmal knapp drei Monate. Solche Verfahren würden im Regelfall viel länger dauern. Ein dorniger Weg bis zur Konzession war es für Sandra Hammerer aber allemal. Denn auch die Gemeindevertretung von Bezau sprach sich mehrheitlich gegen eine öffentliche Apotheke im Ort aus. Die beiden niedergelassenen Ärzte organisierten sogar eine Unterschriftenaktion für den Erhalt der Hausapotheken.

Nun beginnt die Planung

Nach dem positiven UVS-Bescheid können die ärztlichen Hausapotheken in Bezau ab dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme der öffentlichen Apotheke noch drei Jahre weitergeführt werden. Dann laufen die Konzessionen aus.

Sandra Hammerer freut sich, dass sie nun mit den Planungen beginnen kann. Die „Katharinen-Apotheke“, so der mögliche Name, wird die 51. öffentliche Apotheke im Land sein. Die junge Frau zeigte sich ebenso überrascht von der schnellen Entscheidung und hofft, dass die Zusammenarbeit im Ort dann auch so gut funktioniert wie jene zwischen BH und UVS.

Ich hoffe auf eine gute Zusammenarbeit im Ort.

sandra Hammerer