Grüne Wünsche ans Sportservice

Vorarlberg / 29.11.2012 • 18:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Transparenz und Neustrukturierung – das fordert Grünen-Sportsprecher Bernd Bösch.

Bregenz. (VN-hk) Die Verarbeitung des wenig schmeichelhaften KPMG-Wirtschaftsberichts übers Sportservice ist noch lange nicht abgeschlossen. Gestern forderten die Grünen ein Bündel an Maßnahmen, nachdem die Misswirtschaft der bedeutendsten Sportstelle des Landes ungeschminkt offengelegt wurde.

„Die Sportservice GmbH hat sich mit Wissen und mit Rückendeckung des zuständigen Landesrats Siegi Stemer völlig verselbstständigt, und sie war im Begriff, ein totalitäres System der Abhängigkeit der gesamten Sportlandschaft zu installieren.“ So fällt das wenig schmeichelhafte Resümee des grünen Sportsprechers Bernd Bösch (51) aus.

Den zurückgetretenen Sportlandesrat sieht Bösch trotzdem in einer Gesamtbeurteilung positiv. „Siegi Stemer hat das Sportreferat mit großem persönlichem Einsatz geführt und für die Sportentwicklung in Vorarlberg viel bewegt. Entglitten ist ihm die strukturelle Entwicklung, weil er Aktivitäten unterstützt hat, die von rein persönlichen Interessen getrieben waren.“

Externe Evaluierung

Mit Blickrichtung Zukunft will Bösch eine Neustrukturierung der Landes-Einrichtung. Er fordert mehr Steuerungskompetenz vom zuständigen Regierungsmitglied, eine Definition der Kernaufgaben des Sport­service, eine Aufgabenteilung zwischen Sportabteilung und Sportservice, eine Festlegung der Leistungen des Sport­service für die Verbände und die Vereine sowie eine Offenlegung des Angebots für den informellen Sport bzw. gesundheitsfördernde Bewegung.

Die grüne Landtagsfraktion hat zu diesem Zweck ein Bündel von Fragen an die zuständige Landesrätin gerichtet. Zusätzlich verlangt der grüne Sportsprecher eine externe Evaluierung des Sportservice.

Grünen-Antrag zum Sportservice. Antrag der Grünen-Fraktion an Sportlandesrätin Bernadette Mennel.