Höhere Bildungsstätte für Bauern

Vorarlberg / 03.12.2012 • 21:41 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Keine neuen Schulen mehr. Für Vorarlbergs Landwirte gibt es aber eine Ausnahme.

Hohenems. (VN-sca) Vorarlberg fordert seit geraumer Zeit eine Höhere land- und forstwirtschaftliche Schule in Hohenems. Jetzt hat Landesrat Erich Schwärzler für dieses Anliegen gewichtige Rückendeckung bekommen. Bei der Landesagrarreferentenkonferenz in Tirol konnte er seine Kollegen sowie Minister Nikolaus Berlakovich überzeugen, bildete das landwirtschaftliche Bildungssystem in Österreich doch eines der zentralen Beratungsthemen der Sitzung. Es gab eine grundsätzliche Übereinstimmung, dass auch die Landwirtschaft vermehrt in die Bildung investieren sollte, um dadurch gut ausgebildete Hofübernehmer und Vertreter des ländlichen Raums zu erhalten.

„Wenngleich vereinbart wurde, in Österreich keine zusätzlichen neuen Schulen mehr einzurichten, ist es erfreulich, dass das Gremium der Forderung Vorarlbergs nach Installierung einer höheren land- und forstwirtschaftlichen Schule einhellig zugestimmt hat“, freut sich der Landesrat im Gespräch mit den VN über diesen Erfolg. Nun gelte es, in den Finanzverhandlungen in der neuen Förderungsperiode eine entsprechende Finanzierung dieses Schultyps zu erreichen, erklärt Erich Schwärzler die nächsten Schritte.

Darüber hinaus wurden bei der Landesagrarreferentenkonferenz wichtige Themenbereiche der künftigen Finanzierung der Berglandwirtschaft und vor allem auch die Alpflächenregelung erörtert.

Höhere land- und forstwirtschaftliche Schulen

Ausbildungsmöglichkeiten:

Höhere Lehranstalt/BHS: 5 Jahre

Aufbaulehrgang: 3 bzw. 4 Jahre

» Die höheren land- und forstwirtschaftlichen Lehranstalten bieten neben fundierter Allgemeinbildung eine intensive Berufsausbildung, die die Absolventen zur Ausübung in land- und forstwirtschaftlichen Berufen in der jeweiligen Fachrichtung sowie auf verwandten Gebieten befähigen. Im Vordergrund stehen jene Qualifikationen, die einer multifunktionalen Landwirtschaft sowie den Anforderungen der Natur, der Wirtschaft und des wissenschaftlichen und technischen Fortschrittes gerecht werden.

» Die Absolventen sollen für die Anliegen der Menschen im ländlichen Raum aufgeschlossen sein und zum Qualitätsbewusstsein sensibilisiert werden. Durch Bearbeitung größerer fächerübergreifender Projekte werden jene Kenntnisse und Fertigkeiten vermittelt, die die Umsetzung in der beruflichen Praxis sicherstellen.

» Wesentliche Bildungsziele sind Persönlichkeitsbildung, Fähigkeit der beruflichen Mobilität und Flexibilität, Kreativität, Kritikfähigkeit, soziales Engagement, Teamfähigkeit, Kooperationsfähigkeit sowie Kommunikationsfähigkeit in Deutsch und in den Fremdsprachen.