Kloster-Causa geht weiter

Vorarlberg / 03.12.2012 • 22:29 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Hinter diesen Mauern sollen die Kläger missbraucht worden sein.
Hinter diesen Mauern sollen die Kläger missbraucht worden sein.

feldkirch. (VN-ec) Am Landesgericht Feldkirch geht heute Vormittag der Schadenersatzprozess gegen das Kloster Mehrerau weiter. Der Kläger, ein heute 58-jähriger, ehemaliger Zögling fordert 200.000 Euro. Der Mann wurde jahrelang von einem pädophilen Pater schwer missbraucht.

Das Opfer, das auch noch viele Jahre danach ein gutes Verhältnis zu dem Peiniger hatte, gibt an, er sei sich erst Jahrzehnte später bewusst geworden, was ihm damals widerfahren sei.

Frage der Verjährung

Ein psychiatrisches Sachverständigengutachten wurde eingeholt. Das Kloster stellte einst den Missbrauch außer Streit, zog diese Außerstreitstellung aber dann wieder zurück. „Weil der Mann unglaubwürdig ist“, so die Begründung. Der pädophile Pater hatte zwar vor Jahren einem Mitbruder gegenüber den Missbrauch an dem Ex-Zögling unzweifelhaft zugestanden.

Dennoch – im Zivilprozess wird es von Beklagtenseite her abgestritten. Immer noch steht die Frage der Verjährung im Zentrum. Der Prozess rund um das zweite Missbrauchsopfer geht dann am 18. Dezember am Landesgericht weiter.