St. Margrether Heilbad steht kurz vor dem Aus

Vorarlberg / 04.12.2012 • 19:54 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Mineralheilbad St. Margrethen schließt voraussichtlich aus wirtschaftlichen Gründen. Foto: VN/bem
Mineralheilbad St. Margrethen schließt voraussichtlich aus wirtschaftlichen Gründen. Foto: VN/bem

St. Margrethen. (VN-bem) Ausbleibende Kunden aus dem EU-Raum und gleichzeitig hohe Betriebs- und Lohnkosten – die Mineralheilbad St. Margrethen AG schafft den weiteren Betrieb nicht mehr aus eigener Kraft. Sie beabsichtigt laut Pressemitteilung, den rund 35 Mitarbeitern im Dezember 2012 die Kündigung auszusprechen. Der Badebetrieb samt Sauna und Restaurant soll Ende März 2013 geschlossen werden. Nicht von der Schließung betroffen sei die Physiotherapie. Inhaber Jakob Niklaus Bolt, der das Bad in der dritten Generation führt, bedauert den Entscheid: „Damit geht ein Lebenswerk dahin.“

Seit 2011 hätte der Betrieb den Euro gegenüber dem starken Schweizer Franken gespürt. Gäste aus Österreich seien weggeblieben und Schweizer gingen öfters nach Vorarlberg. Man habe, so Bolt, nach Investoren gesucht, aber keine rechtzeitig gefunden. Die Mineralheilquelle wird seit 1680 genutzt. Was mit den Gebäuden und dem Areal mit rund 10.000 Quadratmetern nach der voraussichtlichen Schließung passiert, ist derzeit noch offen.