L17-Ausbildung ab 19. Jänner mit 15,5 Jahren

Vorarlberg / 16.12.2012 • 22:08 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Schwarzach. Mit 19. Jänner 2013 tritt die neue EU-Führerscheinrichtlinie in Kraft. Dadurch kommen auch auf die Vorarlberger Autofahrer einige Änderungen zu. Betroffen ist das Führerschein-Dokument, die neue Klasse AM, die Motorrad- und die L17-Ausbildung sowie die Anhänger-Bestimmungen.

So werden ab 19. Jänner nur noch Führerscheine nach einheitlichem EU-Modell ausgegeben. Diese haben eine Gültigkeitsdauer von 15 Jahren. „Für die Verlängerung sind keine zusätzlichen Anforderungen geplant – es ist keine ärztliche Untersuchung oder behördliche Prüfung erforderlich. Ältere Führerscheine bleiben noch bis 18. Jänner 2033 gültig und müssen vorher nicht umgetauscht werden“, erläutert ÖAMTC-Juristin Ursula Zelenka.

Dreistufiges Modell

Neu im Scheckkartenführerschein ist die Klasse AM, da mit der neuen EU-Richtlinie auch für das Lenken von Mopeds und vierrädrigen Leichtkraftfahrzeugen ein Führerschein ausgestellt wird. Die Motorrad-Ausbildung besteht ab 19. Jänner aus einem dreistufigen Modell. Die Klasse A1 kann bereits mit 16 Jahren erworben werden. Sie erlaubt das Fahren mit Motorrädern bis maximal 125 ccm und 11 kW (15 PS). Die Klasse A2 kann mit 18 Jahren erworben werden und gestattet das Fahren von Motorrädern bis maximal 35 kW (48 PS). Die Klasse A erlaubt das Lenken aller Motorräder ohne Beschränkung und kann entweder nach zwei Jahren Besitz der Klasse A2 (also frühestens mit 20 Jahren) erworben werden – oder wie bisher mit 24 Jahren auf direktem Weg.

Vereinfachung

Die L17-Ausbildung kann man ab 19. Jänner schon mit 15,5 Jahren beginnen. „Alleine fahren ist mit dem Auto aber weiterhin erst mit dem vollendeten 17. Lebensjahr erlaubt“, hält die ÖAMTC-Juristin fest.

Bei den Pkw-AnhängerBestimmungen kommt es kommendes Jahr zu einer Vereinfachung. „Um Gespanne bis 4,25 Tonnen lenken zu dürfen, wird lediglich ein Training im Ausmaß von sieben Stunden nötig sein und nicht wie bisher ein Erwerb der Führerscheinklasse BE“, weiß Zelenka.