Priorität liegt bei den Großprojekten

Vorarlberg / 17.12.2012 • 15:53 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Mit 4,4 Millionen Euro fließt 2013 der höchste Anteil der Ausgaben in den Endausbau des Lustenauer Kanalnetzes. Foto: Marktgemeinde
Mit 4,4 Millionen Euro fließt 2013 der höchste Anteil der Ausgaben in den Endausbau des Lustenauer Kanalnetzes. Foto: Marktgemeinde

Lustenau beschließt Investitionen im Gesamtwert von annähernd 16 Millionen Euro.

Lustenau. (VN) Die 36 Gemeindevertreter in Lusten­au haben am vergangenen Freitag den Voranschlag 2013 einstimmig beschlossen. Die Marktgemeinde wird im kommenden Jahr 14,4 Millionen Euro investieren, das entspricht 21,1 Prozent der Budgetsumme. Bürgermeister und Finanzreferent Kurt Fischer führte in der Gemeindevertretungssitzung aus: „Mit den geplanten Investitionen enthält der heurige Voranschlag ein großes Konjunkturpaket für die örtliche und regionale Wirtschaft.“ Die Gemeinde hat im nächsten Jahr rund 4,9 Millionen Euro frei verfügbar.

Investitionen in der Gemeinde

Neben über vier Millionen Euro für den Endausbau der Kanalisation, der 2015 abgeschlossen werden soll, investiert die Gemeinde 2013 viel Geld in den Bereich Bildung und Bewegung: ein Drittel der rund 14,4 Millionen Euro fließt in den Neubau der Schulsport- und Leichtathletikanlage sowie in den Neubau des Kindergartens Rheindorf.

Ein weiteres Vorzeigeprojekt aus dem Bereich Bildung und Bewegung ist der Naturspielpark „Am Moosbach“, der Anfang nächsten Jahres realisiert und im Mai 2013 eröffnet wird. Er resultiert aus dem im Juni beschlossenen Spielraumkonzept und soll Kindern und Jugendlichen Platz zum Spielen und Bewegen in freier Natur bieten. Ein weiteres Großprojekt, das nächstes Jahr in Angriff genommen wird, erarbeitet die Gemeinde gemeinsam mit der VOGEWOSI. Auf dem ehemaligen Blatter-Areal soll ein Baukörper für gemeinschaftliches Wohnen mit 26 Wohnungen errichtet werden, davon 20 Zweizimmerwohnungen für ältere und betreuungsbedürftige Personen und sechs Dreizimmerwohnungen für Familien. 2013 geht es an die Feinplanung, damit im ersten Halbjahr 2014 mit dem Bau begonnen werden kann.

Auch steht 2013 die Vorbereitung zukünftiger Bauprojekte an. Eines ist das neue Feuerwehrhaus in der Neudorfstraße. Heuer wurde bereits ein Entwicklungskonzept ausgearbeitet, auf dessen Basis 2013 ein Architektenwettbewerb durchgeführt wird.

Unter anderem soll die Detailplanung für den Kindergarten Brändle fertiggestellt werden. Der Ausbau von Fuß- und Radwegen, eine neue Brücke „Am Rohr“ beim Alten Rhein, weitere Photovoltaikanlagen im Wert von 100.000 Euro sind ebenfalls für 2013 veranschlagt. Die Situation bei den Einnahmen zeigt sich für die Gemeinde erfreulich: Sie werden 2013 weiter ansteigen. Auch die Kommunalsteuer hat sich positiv entwickelt. Gegenüber dem Voranschlag 2012 geht die Verschuldung leicht zurück. Die Gesamtverschuldung von 65,1 Millionen Euro setzt sich in erster Linie aus Darlehen für die Abwasser- und Kanalinvestitionen und dem Ankauf von Vermögenswerten wie Betriebsgrundstücke im Millennium Park und dem Betriebsgebiet Heitere zusammen.

Zusätzliches Personal gibt es in erster Linie im Kindergarten Rheindorf: Hier entsteht eine weitere Gruppe und eine Ganztagesbetreuung. Ebenfalls geplant ist eine zweite Schülerbetreuung im alten Kindergarten Rheindorf.

Budget 2013

Budgetsumme: 68,4 Millionen Euro

Einnahmen: 49,8 Millionen Euro

Ausgaben: 41,9 Millionen Euro

Überschuss: 7,9 Millionen Euro

Frei verfügbar: 4,9 Millionen Euro

Investitionen: 14,4 Millionen Euro
Schulden: 65,1 Millionen Euro