21 Verkehrstote in Vorarlberg

Vorarlberg / 01.01.2013 • 22:09 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Am 19. Juli endete auf der Flexenpassstraße ein Unfall für einen betagten Pkw-Lenker tödlich. Foto: VOL.at/P. Pletsch
Am 19. Juli endete auf der Flexenpassstraße ein Unfall für einen betagten Pkw-Lenker tödlich. Foto: VOL.at/P. Pletsch

Ingesamt starben 2012 auf Österreichs Straßen 522 Menschen – Tendenz gleichbleibend.

Schwarzach. Die Zahl der Verkehrstoten in Österreich ist 2012 im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant geblieben. Wie das Innenministerium am Neujahrstag berichtete, sind laut vorläufiger Bilanz 522 Personen auf Österreichs Straßen gestorben. 2011 waren 523 Opfer zu beklagen. Dieser prozentuelle Rückgang um 0,2 Prozent ist die niedrigste Zahl an Verkehrstoten seit dem Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1950. Auch in Vorarlberg mussten im abgelaufenen Jahr weniger Menschen im Straßenverkehr ihr Leben lassen: 21 Personen wurden hierzulande getötet, 2011 waren es 26.

Ein Anstieg war 2012 bei der Zahl der getöteten Radfahrer zu verzeichnen. Vergleicht man die Getöteten nach Altersgruppen, machten die unter 30- und über 60-Jährigen (348 Personen) die Mehrheit aus.

Bei den Pkw-Lenkern und -Insassen sowie Fußgängern ist ein Rückgang auf die niedrigsten je erfassten Werte zu verzeichnen. Allerdings ist die Zahl der getöteten Radfahrer gegenüber den Vorjahreszahlen von 42 auf 50 gestiegen. Die Zahl der getöteten Kinder unter 14 Jahren ist im Vorjahr wiederum zurückgegangen. Trotzdem kamen acht Kinder im Alter von null bis 14 Jahren im Straßenverkehr ums Leben, drei davon als Fußgänger, zwei als Pkw-Insassen, zwei als Radfahrer und ein Kind als Mitfahrer auf einem Moped. Ein tödlicher Kinderunfall ereignete sich auf dem Schulweg. Im Jahr 2011 verunglückten in Österreich 13 Kinder tödlich.

Hauptursache: Rasen

Als vermutliche Hauptunfallursachen aller tödlichen Verkehrsunfälle wurden nicht angepasste Fahrgeschwindigkeit (33 Prozent), Vorrangverletzung (14,2 Prozent), Unachtsamkeit bzw. Ablenkung (zwölf Prozent), Überholen (8,7 Prozent), Fehlverhalten von Fußgängern (8,3 Prozent), Übermüdung (4,9 Prozent) und Herz-KreislaufVersagen bzw. akute Erkrankungen (4,1 Prozent) festgestellt.

VCÖ übt Kritik

Der Tiefststand an Verkehrstoten bedeutet bereits zum 13. Mal eine Fortsetzung des langfristig rückläufigen Trends. 1972, im schwärzesten Jahr in der Unfallstatistik, mussten noch 2948 Personen ihr Leben auf Österreichs Straßen lassen.

Vom Verkehrsclub Österreich (VCÖ) gibt es in einer Stellungnahme trotz dem Rückgang Kritik und die Forderung nach Tempo 80 auf Freilandstraßen, wo 2012 rund drei Viertel der tödlichen Verkehrsunfälle passierten. In Österreich waren laut Eurostat-Zahlen vom Jahr 2011 62 Verkehrstote pro 1.000.000 Einwohner zu beklagen, in der Schweiz sind es 40, in den Niederlanden und Schweden je 33 und in Großbritannien 32, heißt es.