Gute Luft trotz Feuerwerk

Vorarlberg / 02.01.2013 • 19:01 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
An Silvester sorgte das Feuerwerk für eine starke Feinstaubbelastung. Foto: VN/KH
An Silvester sorgte das Feuerwerk für eine starke Feinstaubbelastung. Foto: VN/KH

Vorarlberg, Salzburg und Oberösterreich konnten 2012 die Grenzwerte für Feinstaub einhalten.

Bregenz. (VN-ram) Vorarlberg kann auch für das Jahr 2012 eine ausgewogene Feinstaubbilanz vorweisen. Wie schon im Vorjahr wurden an allen Messstellen die Jahresgrenzwerte eingehalten. Die Belastung liegt nach dem Hoch in den letzten Jahren nun wieder auf dem Niveau von 2007 und 2009.

Auch in Salzburg und Oberösterreich wurden die Jahresgrenzwerte nicht überschritten. Die schwersten Belastungen gab es in der Steiermark und Wien.

Starke Belastung an Silvester

2013 begann schon mit einer starken Feinstaubbelastung. Laut dem Umweltinstitut des Landes wurde in der Nacht dank der Raketen und Böller der Grenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter teilweise um das Zehnfache übertroffen.

Zwar lag das Tagesmittel an Neujahr teilweise noch circa doppelt so hoch als erlaubt. Eine gesundheitliche Beeinträchtigung durch diese kurzzeitige Mehrbelastung sei aber nicht zu erwarten, so das Institut.

Günstige Wetterlage

Sowohl das Bundesumweltamt als auch Bettina Urbanek vom Verkehrsclub Österreich (VCÖ) sehen in der günstigen Wetterlage den Hauptgrund für das positive Jahresergebnis. Ebenso wäre eine Tendenz in Richtung Fahrrad und öffentlicher Verkehr erkennbar.

Landesrat Erich Schwärzler räumt zwar den Wettereinfluss ein, sieht in der Bilanz aber auch ein Zeichen dafür, dass es „Schritt für Schritt in die richtige Richtung“ geht. Das „30+1“ Punkteprogramm mit den Schwerpunkten auf Winterdienst, Verkehr und Heizberatung durch den ­Kaminkehrer zeige Wirkung. „An Tagen wie Silvester sehen wir, was es bedeutet, wenn die Grenzwerte überschritten werden“, so der Umweltlandesrat.

Kein Grund zum Aufatmen

Trotz des guten Ergebnisses gibt es laut VCÖ aber keinen Grund zum Aufatmen. Gemessen werde vor allem der grobe Feinstaub. An Messstellen für feinere und damit gefährlichere Feinstaubarten mangelt es derzeit noch. Hier gebe es bisher kaum Fortschritte, bemängelt Urbanek.

Der VCÖ erneuert auch seine Forderung nach einer Lkw-FilterPflicht und dem Ausbau des öffentlichen Verkehrs.