Offen für Ganztagsschule

Vorarlberg / 02.01.2013 • 21:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
In der Volksschule Edlach gibt es seit 2011 eine Ganztagsklasse. Foto: VSE
In der Volksschule Edlach gibt es seit 2011 eine Ganztagsklasse. Foto: VSE

Stadt Dornbirn will Angebot ausweiten. Derzeit hält sich die Nachfrage aber noch in Grenzen.

Dornbirn. (VN-ha) Seit Herbst 2011 gibt es an der Volksschule Edlach erstmals in Dornbirn eine Ganztagsklasse. Die Dornbirner SPÖ fordert nun eine Ausdehnung des Angebots auf alle Bezirke. Bürgermeister DI Wolfgang Rümmele ist nicht dagegen, will aber, dass Eltern und Lehrer in die Entscheidung mit eingebunden werden.

„Ich erwarte mir von der Dornbirner Schulverwaltung, gestützt auf ein klares Bekenntnis der Politik, sich offensiv um mehr Ganztagsklassen zu bemühen, für die Ganztagsschule mit verschränktem Unterricht zu werben“, wünscht sich SP-Stadtrat Mag. Gebhard Greber ein größeres Engagement der Stadt. Bürgermeister Rümmele ist für den Ausbau, stellt allerdings fest, „dass aufgrund der nahezu flächendeckenden Mittags- und Nachmittagsbetreuung an unseren Schulen die Nachfrage nach Ganztagsklassen erstaunlich gering ist“.

Greber ist überzeugt, dass eine reine Nachmittagsbetreuung nicht dem Trend der Zeit entspricht. Er und Schulstadtrat Werner Posch setzen sich für die Ganztagsschule ein, in der von 8 bis 16 Uhr abwechselnd Unterricht, Erholungsphasen, Freizeitmöglichkeiten und Fördereinheiten auf dem Programm stehen: „In einer Ganztagsklasse können Kinder mehr individuell gefördert werden, somit erhöhen sich die Bildungschancen für alle Kinder, insbesondere für Kinder, die von Zuhause nicht genug Unterstützung bekommen.“ Teurer Nachhilfeunterricht wäre in vielen Fällen nicht mehr notwendig, auch könnte die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessert werden.

Investitionen nötig

Ein Ausbau des Ganztagsklassen-Angebots im ganzen Stadtbereich erfordert allerdings Investitionen. Vor allem muss genügend Raum zur Verfügung gestellt werden. Die Volksschule Edlach platzt jetzt schon aus allen Nähten. Eine Erweiterung des ­Gebäudes ist in Sicht: Im Frühjahr 2013 soll der ­Baubeschluss gefasst werden, im Jahr darauf ist der Beginn der Bauarbeiten vorgesehen. Um notwendige Schulsanierungen und -erweiterungen ohne Verzögerungen und ohne Störung des Unterrichtes durchführen zu können, hat die Stadt bekanntermaßen um über drei Millionen Euro eine Ausweichschule gebaut.