Planungen für Südumfahrung laufen

Vorarlberg / 02.01.2013 • 20:19 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Die Anbindung der Betriebsgebiete Dornbirn-Süd an die Rheintalautobahn soll ab 2018 erfolgen.

Dornbirn. (VN-ha) Die Vorbereitungen für einen neuen Autobahnanschluss auf Höhe der Schweizer Straße (L 45) laufen nach Plan. Mit der Umsetzung des 32-Millionen-Euro-Projekts der ASFINAG ist ab 2017/18 zu rechnen. Anrainer, die unter dem Schwerverkehr im südlichen Hatlerdorf oder auf der Lustenauer Straße leiden, müssen sich also noch längere Zeit in Geduld üben. Bis dahin ist und bleibt auch das Befahren der Schweizer Straße für Radfahrer ein gefährliches Unterfangen.

Lange Diskussionen

Das derzeit größte Straßenbauvorhaben in Dornbirn – die Verlängerung der Bleichestraße, der Ausbau der Schweizer Straße samt Anschluss an die A 14 – sorgte mehr als zwei Jahrzehnte für Diskussionen. 2011 fiel die Entscheidung: Die ASFINAG erklärte sich bereit, einen neuen Autobahnanschluss zu bauen.

Inzwischen ist Bewegung in die Sache gekommen, verkündet Bürgermeister Wolfgang Rümmele: „Die Planungsarbeiten sind unter Federführung der ASFINAG im Gange. Bodenproben werden zurzeit ausgewertet. Umfangreiche Untersuchungen zu den Kapiteln Landschaft sowie Fauna und Flora werden in nächster Zeit bereits vorliegende umwelttechnische Studien ergänzen.“ Sollte es bei den Grund­ablöseverhandlungen und der Einholung behördlicher Genehmigungen zu keinen Verzögerungen kommen, ist mit einem Baubeginn in etwa fünf Jahren zu rechnen.

Finanzielle Beteiligung

Auch die Stadt Dornbirn beteiligt sich finanziell am Projekt. Allein für die Planungsarbeiten ist im Budget für die kommenden Jahre ein jährlicher Beitrag in Höhe von 30.000 Euro fix eingeplant. Noch nicht beschlossen ist der Bau einer Lastenstraße von der neuen Autobahnanschlussstelle in Richtung Messepark.

Geplant ist im Zuge des Ausbaus der Schweizer Straße einen Radweg anzulegen. Und dafür ist es höchste Zeit: Das Befahren der L 45, die eine wichtige Verbindung von Dornbirn in Richtung Erholungsgebiet Alter Rhein darstellt, per Fahrrad ist höchst gefährlich. Immer wieder kommt es zu heiklen Situationen, und erst vor wenigen Wochen wurde ein Radler von einem Auto angefahren und schwer verletzt.

Schon vor Jahrzehnten wurde deshalb über einen Radweg diskutiert. Mit der Inbetriebnahme der Südumfahrung könnte es mit dem Spießrutenlauf für Pedalritter zu Ende sein.

Die Bleichestraße, die hier abrupt endet, wird bis zur Schweizer Straße verlängert. Foto: Hagen
Die Bleichestraße, die hier abrupt endet, wird bis zur Schweizer Straße verlängert. Foto: Hagen