Spital Dornbirn war auch 2012 die Babyhochburg im Land

Vorarlberg / 02.01.2013 • 20:19 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die Zahl der Geburten hat sich bei knapp 3800 eingependelt.
Die Zahl der Geburten hat sich bei knapp 3800 eingependelt.

Der Trend zur Entbindung im städtischen Krankenhaus setzte sich weiter fort.

Dornbirn. (VN-mm) Positiv fällt die Geburtenstatistik für das abgelaufene Jahr aus. Exakt 3798 Geburten wurden 2012 registriert, das sind um 39 mehr als im Jahr davor. Bis auf das Landeskrankenhaus Bregenz konnten alle Geburtshilfeabteilungen zulegen. Bei werdenden Eltern besonders beliebt ist das städtische Krankenhaus in Dornbirn. 1316 Geburten weist das Geburtenbuch für 2012 aus. Damit rückte die Geburtshilfestation bereits zur drittstärksten in Westösterreich auf. Primar Dr. Walter Neunteufel kann sich die steten Steigerungen zwar nicht erklären. Aber: „Wir freuen uns, dass so viele Frauen kommen.“

Die Geburten im Krankenhaus Dornbirn nehmen schon seit 1993 kontinuierlich zu. Dabei fing alles relativ klein an, nämlich mit gerade einmal 600 Geburten. Nach der Schließung des Entbindungsheims in Lustenau und der Geburtenstation im LKH Hohenems, die 2006 erfolgte, gingen die Zahlen sprunghaft nach oben.

Positive Entwicklungen

Und der Trend zur Geburt im Krankenhaus Dornbirn scheint ungebrochen. „Wir sind sehr zufrieden“, kommentiert Walter Neunteufel die positive Entwicklung.

Eine solche ist auch im LKH Bludenz feststellbar. Selbst der Umbau bei laufendem Betrieb störte die Schwangeren offenbar nicht. Jedenfalls gab es im einzigen noch als stillfreundlich zertifizierten Spital 10 Geburten mehr im letzten Jahr. „Das ist nicht bombig, aber doch erfreulich“, meint Hebamme Christine. Kurz vor dem Jahreswechsel wurde die Mutter-Kind-Station samt Entbindungsbereich vom ersten Stock in das Erdgeschoß des Altbaus umgesiedelt. „Hier verfügen wir über ein gutes Provisorium“, bestätigt die Hebamme.

Nur geringfügig mehr Geburten verzeichnete das Landeskrankenhaus Feldkirch. Auf 1038 Geburten kam das Schwerpunktspital 2011, im abgelaufenen Jahr standen 1047 Geburten zu Buche. Was allerdings nicht gleich großen Kindersegen bedeutet. Berücksichtigt man die Mehrlingsgeburten, kamen in Feldkirch 1072 Babys zur Welt (2011: 1084).

Ein starker Dezember

Rückläufig entwickelten sich die Geburtenzahlen im Landeskrankenhaus Bregenz. Da konnte auch ein mit 87 Geburten sehr starker Dezember nichts mehr retten. Der letzte Monat im Jahr ist in Bregenz traditionell ein intensiver Geburtsmonat. „Zwischen 80 und 90 Geburten haben wir immer“, sagt Hebamme Julia. Das Minus ließ sich trotzdem nicht aufholen.

Mit knapp 3800 Geburten jährlich weist Vorarlberg die zweithöchste Geburtenziffer aller Bundesländer auf. Das schlägt sich auch auf die durchschnittliche Kinderzahl nieder. In Vorarlberg hat eine Frau 1,52 Kinder, der Bundesschnitt liegt bei 1,4 Kindern.

Weitere interessante Daten aus der Bevölkerungsstatistik: Die höchste Geburtenfreudigkeit herrscht im Bregenzerwald, gefolgt vom Rheintal und dem Walgau. Die Schlusslichter in Sachen Lust am Kindersegen bilden das Montafon und der Arlberg. Gleich ist allen Regionen, dass sich Eltern immer mehr Zeit lassen mit dem Nachwuchs. Über die Hälfte der Mütter hat beim ersten Kind bereits die 30 überschritten, bei den Vätern sind es über 40 Prozent. So zählte der älteste Vater 2011 knapp unter 60 Lenze.

Geburten 2012

LKH Bludenz: 425 (2011: 415)

LKH Bregenz: 1010 (2011: 1074)

KH Dornbirn: 1316 (2011: 1220)

LKH Feldkirch: 1047 (2011: 1038)

Gesamt: 3798 (2011: 3759)