Rutschige Dächer und leere Stühle

Vorarlberg / 18.01.2013 • 22:17 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

VerWECHSLUNG. Es gibt Dinge, die prägen sich offenbar nicht so schnell ein. Dazu gehören wohl personelle Wechsel, zum Beispiel auf politischer Ebene. Gesundheitslandesrat Dr. Christian Bernhard scheint damit zu kämpfen. Zwar ist Dr. Wolfgang Grabher, sein Nachfolger als Landessanitätsdirektor, schon mehr als ein halbes Jahr in Amt und Würden. Wer telefonisch nur nach dem Landessanitätsdirektor verlangt, dem kann es immer noch passieren, dass er im Büro von Christian Bernhard landet. Von wo aus dann professionell weiterverbunden wird. Gewohnheiten halten sich mitunter eben hartnäckig.

RUTSCHGEFAHR. Böse Zungen behaupten, in Wien herrsche bereits Schneechaos, wenn bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt dunkle Wolken aufziehen. Ganz so schlimm ist es freilich nicht. Für Dienstag, 11.15 Uhr, war aus Anlass des Bundesratsvorsitzes im ersten Halbjahr 2013 durch einen Vertreter des Landes das Hissen der Ländle-Flagge auf dem Parlamentsdach angekündigt. Bundesratspräsident Edgar Mayer (59) durfte jedoch nicht ans Werk schreiten. Weil das Dach leicht angezuckert und damit angeblich zu rutschig war, wurde die Zeremonie abgesagt. Wann sie nachgeholt werden kann, ist offen. Gestern hatte es in Wien knapp 30 Zentimeter Schnee – und da herrschte dann wirklich Chaos.

Lange Gesichter. „Die Region im Kopf, die Gemeinde im Herzen“ – so lautet der Leitspruch der Regio Walgau mit Obmann Florian Kasseroler an der Spitze. Damit hatte der Nenzinger Gemeindechef bereits bei der Gründung der Regio vor allem das gemeinsame Auftreten in den Mittelpunkt gestellt. Der „Zusammenhaltsgedanke“ scheint allerdings wieder verschwunden zu sein: Beim jüngsten Blumenegger Neujahrsempfang der vierzehn Mitgliedsgemeinden waren gerade mal die drei Walgau-Bürgermeister Eugen Gabriel (Frastanz), Walter Rauch (Dünserberg) und Ludwig Mähr (Düns) gekommen. Während die Großwalsertaler Gemeindeoberhäupter geschlossen erschienen waren, blieben die reservierten Stühle für Gemeindeobere aus Göfis, Satteins, Schlins, Röns, Schnifis, Nüziders und Bürs leer – lange Gesichter bei den Organisatoren waren die logische Folge.

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