Zum Gedenken

Vorarlberg / 18.01.2013 • 19:49 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Josef Hanspeter

Dornbirn. Am 9. Dezember 2012 hat Herr Josef Hanspeter den Lebenskreis geschlossen und ist im Frieden zum Herrn heimgekehrt. Vor über 27 Jahren hat er zu einer persönlichen Beziehung zu Jesus Christus gefunden, der seinem Leben jene innere Zufriedenheit und Freude geschenkt hat, die ihn zu einem lieben, großherzigen und freundlichen Menschen machte.

Josef wurde am 19. März 1925, dem Josefitag, in Neumarkt/Südtirol geboren. Er war der Zweitälteste von fünf Geschwister. Schon in früher Jugend hat er als Hüterbub auf der Alpe, fern seiner Familie, Verantwortung tragen gelernt. Nach dem schmerzlichen frühen Tod des Vaters wanderte die Familie aus und fand 1941 ihre neue Heimat in Dornbirn.

Mit 17 Jahren erfolgte die Einberufung, die ihn an die Nordfront (Finnland) führte, von der er 1945 gesund heimkehrte. 1951 lernte Josef seine zukünftige Gattin Edda kennen und lieben. Die glückliche Ehe wurde durch zwei Söhne und eine Tochter gesegnet. Später vergrößerte sich die Familie durch sieben Enkelkinder.

Handwerklich sehr begabt, schloss er die Ausbildung zum Tischler ab und profilierte sich schon bald zum Meister seines Fachs. Josef arbeitete in der Folge in verschiedenen Werkstätten großer Unternehmen wie F. M. Hämmerle, Benedikt Mäser und Firma Rhomberg, wo er 1985 in Pension ging. Er war Gründungs- und Ehrenmitglied der Sängerrunde „Die Vogelweider“ und 37 Jahre aktiv im Verein.

Josef war leidenschaftlicher Pilz- und Beerensammler, liebte die bodenständige Südtiroler Kost und verbrachte so manchen Urlaub in seiner früheren Heimat. In allem war Josef dankbar und zeigte es auf seine herzliche Art und Weise, auch als er schon schwer erkrankt war. Sein Leben war geprägt von tiefem Glauben, sein Charakter von innerer Zufriedenheit und Freude am Dasein. Kurz vor seinem Tod konnte er noch seine erste Urenkelin im Arm halten und sich über dieses neue, kleine Menschenleben freuen.