Hohe Geldstrafe für ­Promi-Arzt Werner Mang

Vorarlberg / 25.01.2013 • 22:26 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Auch Prominente legen sich bei Mang unters Messer. Foto: VN/phil
Auch Prominente legen sich bei Mang unters Messer. Foto: VN/phil

kempten. Wegen vorsätzlicher Körperverletzung in acht Fällen fasste der Lindauer Schönheitschirurg und Promi-Arzt Werner Mang eine saftige Geldstrafe aus. Sie dürfte sich im Bereich von mindestens 200.000 Euro bewegen. Mang hat die vom Amtsgericht Lindau verhängte Strafe akzeptiert.

Die Anklagebehörde hatte vor Monaten gegen den Schönheitschirurgen Ermittlungen wegen des Verdachts auf Beihilfe zur gefährlichen Körperverletzung in 274 Fällen eingeleitet. Werner Mang soll in seiner Klinik am Bodensee wissentlich einen Chirurgen beschäftigt haben, der über keine gültige Approbation verfügte. In acht Fällen sahen Staatsanwaltschaft und Amtsgericht die Vorwürfe schließlich bestätigt. Man habe plastische, ästhetische und rekonstruktive Operationen ermöglicht, „obwohl die Patienten bei Kenntnis der fehlenden Approbation keine Zustimmung zum Eingriff gegeben hätten“, heißt es in einer Erklärung der Staatsanwaltschaft.

Gegen den Operateur wurde ebenfalls ein Strafbefehl wegen vorsätzlicher Körperverletzung erlassen. Es gebe jedoch keine Anhaltspunkte für ärztliche Kunstfehler.

Promi-Arzt dementierte lange

Mang selbst hatte sich lange gegen die Ermittlungen zur Wehr gesetzt. Die Zahl von 274 betroffenen Patienten sei falsch und unwahr, sagte der Promi-Arzt und sprach von 10 bis 15 Patienten. Schätzungen zufolge werden in der Bodenseeklinik jährlich bis zu 3000 Schönheitsoperationen durchgeführt.