Ein Leben für das Glück der Familie

Vorarlberg / 01.02.2013 • 17:22 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Das Paar genießt die gemeinsame Zeit.
Das Paar genießt die gemeinsame Zeit.

Hörbranz. Beim Feuerwehrfest „100 Jahre Feuerwehr Bregenz-Stadt“ begegneten sich 1961 Anni Sutter aus Hörbranz und Günter Sailer aus Zams das erste Mal. Zwei Jahre lernten sie sich anschließend näher kennen, bevor sie sich am 2. Februar 1963 in der Bregenzer Galluskirche das Jawort gaben. Gründlich überlegt hatte sich das junge Paar auch seine Zukunft. Daher wurde auf ein großes Hochzeitsfest und die Hochzeitsreise zugunsten eines Eigenheims verzichtet und das gesparte Geld auf die hohe Kante gelegt.

Familienplanung

Bei Freners Säge richteten sie sich in einem alten Holzhaus gemütlich ein, planten auch gleich ein Kinderzimmer, denn schon vier Monate später kam Karoline zur Welt und aus einem glücklichen Paar wurde eine glückliche Familie. Ein Jahr später freuten sich die drei über Gabi, 1967 kam Gerhard dazu und mit Nachzügler Klaus, der sich 1972 einstellte, war die Familienplanung abgeschlossen. Inzwischen war auch das Haus in der Hoferstraße fertiggestellt, in das 1968 mit Sack und Pack eingezogen wurde. Alle Hände voll zu tun hatte Anni, denn ihre Rasselbande hielt sie ordentlich auf Trab, und deshalb arbeitete sie nur noch aushilfsweise im Lebensmittelgeschäft Dörler in Lochau. Günter Sailer, der knapp 18-jährig von Zams nach Vorarlberg gekommen war, um sein Glück zu finden, arbeitete kurz bei Rupp Mühle und der Baufirma Ludwig Sinz, um dann bei den VKW erst als Maurer und dann als Portier eine Anstellung zu finden, die es ihm ermöglichte, für den Lebensunterhalt seiner Familie zu sorgen.

Glückliches Familienleben

Das Glück der Familie stand bei Anni und Günter Sailer immer an erster Stelle. So war es selbstverständlich, dass die Freizeit den Kindern gehörte. Fahrradfahren, Schwimmen im See, Wandern und gemütliche Stunden im eigenen Garten festigten die Familienbande. Erst zur Silberhochzeit leisteten sich die Jubilare ihre erste größere Reise nach Gran Canaria, zweimal reisten sie später nach Israel und an den Gardasee. Damit war die Reiselust dann aber gestillt und das Leben des Paares spielte sich wieder mehr rund ums Haus ab. Beide lieben die Gartenarbeit, Tomaten züchten sie selbst und freuen sich, wenn alles rund um sie herum blüht und gedeiht. In Mußestunden liest Anni gerne oder geht mit Günter spazieren, der fürs Leben gerne Baustellen besichtigt und selbstverständlich bei Bauvorhaben in der Familie immer mit Rat und Tat zur Seite steht.

An ihrem 50. Hochzeitstag können Anni und Günter Sailer auf ein ruhiges, zufriedenes Leben zurückblicken. Einziger Schicksalsschlag war ein schwerer Unfall ihres Sohnes Gerhard als Sechsjähriger, von dem er sich aber wieder völlig erholt hat. Viel Freude bereiten den Jubilaren, die sich guter Gesundheit erfreuen, die elf Enkelkinder, zwei Buben und neun Mädchen im Alter von zehn bis 31 Jahren, die sie unterstützen und fördern, wann immer es nötig ist. Ihre positive, tolerante und unkomplizierte Lebenseinstellung macht das Paar besonders liebenswert, und so ist es nicht verwunderlich, dass die Kinder mit ihren Partnern wie auch die Enkel oft und gerne zu Besuch kommen und Familienfeste gemeinsam gefeiert werden.

Ihre goldene Hochzeit feiern Anni und Günter Sailer im Kreis der Familie im Gasthaus „Stadler“ in Möggers bei einem guten Mittagessen und gemütlicher Kaffeerunde am Nachmittag. Sicher freuen sie sich auch darüber, dass sie heute aus der Zeitung lachen, als Überraschung und als ein Dankeschön für die besten Eltern der Welt.

Am 2. Februar 1963 gaben sich Anni und Günter Sailer das Jawort.
Am 2. Februar 1963 gaben sich Anni und Günter Sailer das Jawort.