Illwerke machen ernst mit Verkauf

Vorarlberg / 01.02.2013 • 20:39 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Einstiges Delunamagma-Areal in Bludesch wird von Illwerke als neuer Besitzer Stück für Stück vermarktet.

BLUDESCH. (VN-tw) Noch wächst Gras auf jenen Flächen, auf denen die „Macher“ des ins finanzielle Fiasko gestürzten Unternehmens Delunamagma noch vor wenigen Jahren hochtrabende Pläne gewälzt hatten. Geht es aber nach den Plänen der Vorarlberger Illwerke (VIW), die das Grundstück um kolportierte sieben Millionen Euro praktisch aus der Konkursmasse gekauft hatten, so soll dort in absehbarer Zeit wieder Betriebsamkeit einkehren. Immerhin handelt es sich dabei um ein als Industriefläche (BB II) gewidmetes Grundstück in der Mitte Vorarlbergs. Und derartige Grundflächen sind für Unternehmer hierzulande bereits seit geraumer Zeit nicht mehr leicht zu finden.

„Interesse potenter Firmen“

Den ursprünglich ins Auge gefassten Plan, einem Immobilienverwerter die Veräußerung der Grundflächen zu übergeben, haben die Illwerke inzwischen verworfen. „Wir haben die Verwertung selbst in die Hand genommen“, sagt Markus Burtscher, der bei den VIW für die Verwaltung von Liegenschaften zuständig ist. Burtscher kennt die Vorzüge der Industriefläche. Immerhin wurden unter seiner Federführung jene Gebäude, in denen früher Degerdon Textilien produzierte, um rund 1,6 Millionen Euro abgebrochen. Namen, welche Firmen sich fürs Grundstück interessieren, wollte Burtscher freilich keine nennen. Nur so viel: „Es sind potente Firmen dabei.“

Teilfläche so gut wie verkauft

Ein Teil der Fläche (Grafik) konnte inzwischen so gut wie verkauft werden. „Über eine Fläche von rund 6000 Quadratmeter wird derzeit mit zwei Interessenten endverhandelt“, bestätigt Illwerke-Direktor Ludwig Summer im Gespräch mit den VN. „Es handelt sich dabei um zwei Gewerbebetriebe mit je rund 20 Mitarbeitern.“ Einer dieser Betriebe werde das bestehende Gebäude adaptieren und weiterverwenden, sagt Summer.

Recycler wartet auf Antwort

„Im Hinblick auf die Betriebsgebietkernflächen mit rund 50.000 Quadratmetern“, so Summer weiter, würden „Verkaufsverhandlungen laufen“. Erklärtes Ziel: „Das Ansiedeln eines arbeitsplatzintensiven Produktionsbetriebes.“ Unter Einbindung der Raumplanung würden „derzeit auch verschiedene Erschließungskonzepte für das Betriebsgebiet erarbeitet“, schloss Summer.

Ein Interessent steht unterdessen fest: Den VN liegt ein Schreiben von Ende November des Vorjahres vor, in dem der Feldkircher Recycler Böhler + Sohn den Illwerken ein Angebot für 40.000 Quadratmetern gelegt hat. Böhler bietet darin einen Quadratmeterpreis von 120 Euro. Leider, so wird in der Zentrale des Recyclers bedauert, habe sich „seit zwei Monaten kein Vertreter der Vorarlberger Illwerke gemeldet“.

Ziel ist, für die große Fläche einen arbeitsplatz­intensiven Produktionsbetrieb als Käufer zu finden.

Ludwig Summer, Illwerke vkw