Klements Karriereplan, Siebers Unterstützer

Vorarlberg / 01.02.2013 • 20:39 Uhr / 4 Minuten Lesezeit

Sprüche. ORF-Landesdirektor Markus Klement nahm vor Kurzem an einer Landesdirektorenkonferenz im Burgenland teil. Und was Klement dort seinen Kollegen auszurichten hatte, sorgte für Aufsehen. Klement erklärte nämlich sinngemäß, dass für ihn das Landesstudio Vorarlberg nur eine Durchzugsstation sei – er wolle aus dem Landesstudio ein österreichweites Vorzeigestudio machen und dann seine Karriere in Wien fortsetzen. Am Küniglberg. Klement sorgte mit dieser Bemerkung, so wird berichtet, in ORF-Kreisen prompt für Aufsehen und auch Irritation. Denn die Landesdirektoren-Kollegenschaft berichtete prompt weiter, was Klement gesagt hatte. Und so wunderte man sich auch in Wien beim ORF, was das denn für einer sei, der da solche Ansprüche stelle. Denn Klement ist am Küniglberg bis dato eher unbekannt.

böse. Wie die VN berichteten, hat der Bauernbund als erste Teilorganisation der Vorarlberger ÖVP bereits seine Kandidaten für die Nationalratswahl in Stellung gebracht. Während die anderen Bünde noch keine Entscheidung getroffen haben, informierten die Bauern bereits diese Woche die Öffentlichkeit, dass Norbert Sieber im Regionalwahlkreis Nord und Andrea Schwarzmann im Regionalwahlkreis Süd Kandidaten seien. Ob die Bauern die Kandidaten ihrer Wahl nun durchbringen, ist allerdings ungewiss. Denn in den anderen Bünden wird die Kandidatur speziell von Sieber misstrauisch beäugt – und das ist noch vorsichtig formuliert. Sieber war ja bereits zwischen 2002 und 2008 Nationalratsabgeordneter, hatte 2008 allerdings den Wiedereinzug nicht geschafft. „Und nun jemanden zum Spitzenkandidaten zu machen, der 2008 bereits sein Mandat verloren hat, wäre ein eigenartiges Zeichen“, sagt ein hoher ÖVP-Funktionär. Ein anderer hält sich verbal weniger zurück und höhnt? „Was soll denn das? Wird da die Liste gemäß dem Motto ‚never change a losing team“ erstellt?“ Soll heißen: Der Kampf um die Nominierung ist in der ÖVP bereits voll entbrannt. Und die Erfahrung lehrt, dass die Bauern in Sachen Personalpolitik nicht unterschätzt werden dürfen.

Vernunft. Im Landtag wurden wieder einmal die Themen Bildung und Gemeinsame Schule diskutiert. Offene Worte für die Blockade der Bundesparteien fand dabei ÖVP-Abgeordneter Kurt Fischer. So lästerte der Lustenauer Bürgermeister mit Blick auf die Politiker in Wien, dass man Stillstand ohnehin nicht mehr lähmen könne. Bundes-VP und Bundes-SP hätten in der Bildungsfrage keine rechte und keine linke, nur eine linkische Position. Fischer setzte sich. Und es entspann sich ein kurzer Dialog zwischen Fischer und der SPÖ-Abgeordneten Gabi Sprickler-Falschlunger. Die Sozialdemokratin rief Fischer zu, er solle seinen Worten auch Taten folgen lassen und an die Vernunft der Bundespolitiker appellieren. Fischer rief von seinem Platz aus zurück: „Das wird schwierig.“

Zitate der Woche

In Zeiten des allgemeinen Betrugs ist das Aussprechen der Wahrheit ein Akt der Revolution.

Kurt Fischer (ÖVP) zitiert im Landtag George Orwell

Wenn Sie den nächsten Liebhaber niederfahren, werden Sie ins Gefängnis kommen.

Richter Peter Mück zu einer 22-Jährigen, die absichtlich ihren Freund mit einem Auto angefahren hatte.

Wo sich die Roten jetzt treffen sollen? Daheim, im Wohnzimmer.

Der Schrunser Bürgermeister
Karl Hueber (ÖVP) verbietet der kleinen SP-Fraktion
Sitzungen im Gemeindeamt.