Feiern, wie die Feste fallen

Vorarlberg / 10.02.2013 • 22:04 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Bevor am Aschermittwoch wieder alles vorbei ist, wird jetzt im Faschingsfinale noch einmal kräftig auf die Pauke gehauen. Foto: b. Rhomberg
Bevor am Aschermittwoch wieder alles vorbei ist, wird jetzt im Faschingsfinale noch einmal kräftig auf die Pauke gehauen. Foto: b. Rhomberg

Wie sich Faschings­narren nebst dem „rasenden Montag“ noch den „Beichtdienstag“ reservierten.

dornbirn. (gt) Ehe mit dem Aschermittwoch die österliche Fastenzeit beginnt, steuert der Fasching mit dem Rosenmontag und Faschingsdienstag jetzt seinem Höhepunkt zu.

Lange Tradition

Das närrische Brauchtum wird schon seit Jahrhunderten ausgiebig gepflegt. Bereits vor 800 Jahren gehörte der „rasende Montag“ zum feucht-fröhlichen Repertoire der Faschingsfreunde. Ob die heutige Bezeichnung „Rosenmontag“ tatsächlich vom „rasenden Montag“ herrührt, ist allerdings unklar.

Populär wird der „Rosenmontag“ vor allem durch deutsche Karnevalsgesellschaften um das Jahr 1820. Sie wollten eine Tradition wieder beleben, die während der Herrschaft Napoleons verloren zu gehen drohte. Napoleon hatte jegliche Faschingsaktivitäten verboten.

Der Faschingsdienstag wird erst im Lauf des 19. Jahrhunderts von den „Narren“ quasi der Kirche entrissen. Ursprünglich hieß er nämlich „Beichtdienstag“ und war ein Tag der Buße und religiösen Vorbereitung auf Aschermittwoch. Rasch wird er – sogar im damals streng katholischen Vorarlberg – mit weltlichen Inhalten, sprich Umzügen und Festlichkeiten, gefüllt.

Im Kanton Zürich wird der Faschingsdienstag „Schüblingszieschtig“ genannt, da an diesem Tag ein Schübling verspeist wird. Auswanderer aus Europa brachten die heimische Faschingsdienstag-Tradition in die USA, wo zum Beispiel in New Orleans der mittlerweile legendäre Mardi Gras (Fetter Dienstag) gefeiert wird.

Nächstes Jahr müssen die Faschingsnarren übrigens wieder mehr Energie aufwenden als heuer: Der Faschingsdienstag 2014 fällt auf den 4. März.