Skiliftmitarbeiter hörte Hilferufe

Vorarlberg / 10.02.2013 • 22:06 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Retter konnten den jungen Engländer (Mitte) nach zweistündiger Suchaktion aus seiner misslichen Lage befreien. Foto: polizei
Die Retter konnten den jungen Engländer (Mitte) nach zweistündiger Suchaktion aus seiner misslichen Lage befreien. Foto: polizei

Zweistündige Such­aktion in Lech: 13-jähriger Engländer steckte in Tobel fest.

lech. Es ist der Albtraum jeder Mutter und jedes Vaters: Ein Kind verschwindet. Drei Stunden lang suchte am Samstag eine Urlauberfamilie aus England im Skigebiet Lech nach ihrem 13-jährigen Buben. Ein Liftmitarbeiter hörte gegen 14.30 Uhr glücklicherweise die Hilferufe des Jugendlichen. Der Bursche war in steiles, bewaldetes Gelände abgefahren und kam nicht mehr weiter. Mittels eines Seils konnte der Engländer schließlich von den Einsatzkräften aus seiner misslichen Lage befreit werden.

Der 13-Jährige war laut Polizei mit seiner Mutter und seinem Bruder auf der Skiroute Osthang unterwegs, als er die beiden gegen 11.30 Uhr aus den Augen verlor. Anschließend fuhr er den untersten Bereich der Skiroute Südhang ab. In weiterer Folge bog er in das tiefe Tobel ein, wo er nach kurzer Zeit nicht mehr weiterkam.

Handy-Akku leer

Im tiefen Schnee war für den 13-Jährigen sowohl der Auf- als auch der Abstieg zu anstrengend. Da der Akku seines Handys leer war, konnte er sich zunächst nicht bemerkbar machen.

Ski verloren

Die Mutter des Burschen verständigte gegen 13 Uhr die Polizei, woraufhin eine Suchaktion gestartet wurde. Kurz nach 14.30 Uhr hörte ein Mitarbeiter eines Lifts die Hilferufe aus dem Tobel, wenige Minuten später konnte der 13-Jährige unverletzt aus seiner misslichen Lage befreit werden. Acht Mann der Bergrettung Lech sowie ein Pistenretter und ein Alpinpolizist befreiten den jungen Engländer mithilfe eines Seils aus dem Tobel. Die Einsatzkräfte brachten den Burschen mit dem Skidoo nach Lech, da er im Tiefschnee einen Ski verloren hatte.