Hauptpreis geht an „Bodenfreiheit“

Vorarlberg / 19.03.2013 • 21:16 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Hypo-Umwelt-Förderpreis 2013: 10.000 Euro für beeindruckendes Projekt.

BREGENZ. (VN-hrj) „Wir Jury-Mitglieder waren in der glücklichen Lage, aus zahlreichen sehr, sehr guten Projekten auswählen zu müssen“, kommentiert die Jury-Vorsitzende und Russ-Preis-Trägerin Hildegard Breiner die Verleihung des diesjährigen ersten Hypo-Umwelt-Förderpreises an den Verein Bodenfreiheit. „Aber in kaum einer Jury habe ich erlebt, dass der erste Preis so schnell und so einmütig feststand, und dass alle so beeindruckt sind vom Projekt.“

„Preis-werte“ Initiative

Der Name des Vereins ist Programm. Gegründet im Oktober 2011, haben sich die Mitglieder zum Ziel gesetzt, möglichst viele andere Menschen zu motivieren, das Anliegen, Boden frei und zugänglich zu halten, zu unterstützen. Für Hildegard Breiner ist dies eine in der Tat „Preis-werte“ Initiative: „Denn die Freiräume in Vorarlberg verschwinden. Gerade im Rheintal ist die Problematik des Bodenverbrauchs ein großes Thema.“ Der Verein Bodenfreiheit greife das Thema nicht nur auf, lobt Breiner, sondern zeige exemplarisch Möglichkeiten – zum Beispiel, wie dem Verlust von Grünflächen entgegengewirkt werden könne: „Das setzt ein klares Zeichen für einen anderen Umgang mit – nicht vermehrbarem – Grund und Boden und für ein Stück Bodenfreiheit, das allen zugutekommt. Nicht der Gewinn steht im Vordergrund, sondern die Lebensqualität in unserem Umfeld.“

Bei der Ausschreibung und Auswahl der Projekte wurde besonders Wert darauf gelegt, dass nicht Einzelpersonen gefördert werden, sondern Initiativen, die dem Gemeinwohl dienen und Vorbildwirkung für andere haben. Auch sollte es sich nicht um große und bereits unterstützte Projekte handeln, sondern um noch wenig bekannte Initiativen, die von engagierten Menschen vorangetrieben werden. Alle Projekte dienen dem Schutz von Pflanzen, Landschaften, Klima oder Wildtieren.

Den Hauptpreis in Höhe von 10.000 Euro nahm der Obmann des Vereins Bodenfreiheit, Martin Strele, in Empfang. Die drei weiteren Preise – jeweils 3000 Euro – gingen an die Projekte „Bewahrung der Schöpfung“, „CSI: Styria – Climate Safety Investigation“ und „Entwicklung eines Feuchtlebensraumes“. Auf Wunsch der Jury bekamen die Projekte „Trockensteinmauern“ und „Walserbibliothek Raggal“ Anerkennungspreise in Höhe von jeweils 500 Euro.

Der Hypo-Umwelt-Förderpreis soll zum Schutz von Mensch und Umwelt in der Region beitragen und ist eine Initiative der Hypo Landesbank Vorarlberg. Künftig wird er im Zwei-Jahres-Rhythmus ausgeschrieben. Die diesjährige Verleihung fand am 18. März in der Zentrale in Bregenz statt, die nächste ist für 2015 geplant.

In kaum einer Jury habe ich erlebt, dass der erste Preis so schnell und so einmütig feststand.

hildegard breiner