Bei Parkplatzstreit Messer gezückt

Vorarlberg / 20.03.2013 • 22:49 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Ein 30-jähriger Bregenzer wurde nach einem Parkplatzstreit zu insgesamt 720 Euro Geldstrafe verurteilt. Symbolbild
Ein 30-jähriger Bregenzer wurde nach einem Parkplatzstreit zu insgesamt 720 Euro Geldstrafe verurteilt. Symbolbild

Hilfshausmeister bedroht – Anwohner wegen versuchter ­Nötigung verurteilt.

Christiane Eckert

Feldkirch. Im September vergangenen Jahres gerieten sich zwei Männer in Bregenz- Vorkloster in die Haare. Der Grund: ein Parkplatzstreit. Der 30-jährige Anwohner stellte seinen Wagen auf einem Platz ab, wo Parken ausdrücklich verboten ist und sogar mit Besitzstörungs­klage gedroht wird. Das sah der Hausmeisterstellvertreter und machte den Mann darauf aufmerksam. Der zornige Falschparker holte daraufhin ein Messer mit einer rund 18 Zentimeter langen Klinge aus dem Auto und kam zurück. „Ich weiß, wer du bist, du wirst sehen, was passiert, wenn ich eine Anzeige bekomme. Ich f… dich und das ganze Haus“, soll der Wütende gedroht haben.

Zeugen gesucht

„Das stimmt so nicht“, versichert der Angeklagte. Er habe das Messer geholt und damit lediglich herumgefuchtelt, von Drohen keine Spur, sagt er. „Das war nur Spaß“, beteuert er.

„Das war überhaupt kein Spaß“, hält der Hilfshausmeister entgegen. Am Gerichtsgang kommt es wenig später offenbar erneut zum Streit: „Der hat mich draußen schon wieder bedroht und mir die Faust gezeigt“, klagt der Zeuge. Ihm wird erklärt, dass er jede Drohung anzeigen müsse, nur so bestehe eine Chance auf Ruhe. Zum Parkplatzstreit selbst macht der Angeklagte zwei Zeugen namhaft, die sollen angeblich seine Unschuld bestätigen. Der Prozess musste vertagt werden.

Im zweiten Anlauf werden die zwei Augenzeugen gehört, doch auch sie können ihrem Bekannten nicht aus der Patsche helfen. Der Richter sieht eine versuchte Nötigung als erwiesen an und verurteilt den arbeitslosen, bereits vorbestraften Mann zu insgesamt 720 Euro Geldstrafe. Die Hälfte muss er bezahlen, die andere Hälfte wurde auf Bewährung ausgesprochen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.