Dem Kinderdorf-Mörder ist die Strafe zu hoch

Vorarlberg / 20.03.2013 • 22:49 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Der 26-Jährige wurde vergangene Woche am Landesgericht Feldkirch zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt. Foto: VN/Steurer
Der 26-Jährige wurde vergangene Woche am Landesgericht Feldkirch zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt. Foto: VN/Steurer

Feldkirch. Vergangene Woche wurde der 26-jährige Bosnier am Landesgericht Feldkirch in einem Geschworenenprozess zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt.

Der Angeklagte zeigte sich geständig, am 25. August 2012 im SOS-Kinderdorf in Dornbirn seine 21-jährige Ex-Freundin nach einem Streit brutal erwürgt zu haben. Die junge Frau soll den Wunsch verweigert haben, ihm das gemeinsame, damals vier Monate alte Kind übers Wochenende mitzugeben. Gegen das Urteil hat der Verurteilte nun Berufung eingelegt – er hält die Strafe für zu hart und wäre mit 18 oder 19 Jahren Gefängnis einverstanden. Bei der Strafbemessung hatte das Gericht vor allem die Geradlinigkeit des 26-Jährigen gewürdigt.

Selbst Staatsanwalt Karl Wild sagte in seinem Plädoyer: „Das vollumfängliche Geständnis, das bereits im Ermittlungsverfahren vorlag, veranlasst mich, keine lebenslange Haft zu fordern.“

Zu geringe Strafe

Dennoch fordert die Anklagebehörde nun eine höhere, nämlich lebenslängliche Strafe für den Mord. Dadurch könnte erreicht werden, dass das Oberlandesgericht Innsbruck das Urteil bestätigt und ebenfalls auf 20 Jahre entscheidet.