Eltern fürchten um die Schule für ihre Kinder

Vorarlberg / 21.03.2013 • 22:14 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Volksschule Heilgereuthe wird auch von vielen Kindern außerhalb des Sprengels besucht. Foto: EH
Die Volksschule Heilgereuthe wird auch von vielen Kindern außerhalb des Sprengels besucht. Foto: EH

Es geht um die Zukunft von Dornbirner Bergschulen. Stadt gibt vorerst Entwarnung.

Dornbirn. (ha) Eine offenbar von der Schulabteilung der Stadt angekündigte Schließung der Volksschule Heilgereuthe sorgt am Haselstauderberg für Aufregung. Der Elternverein will nun von der Stadt eine schriftliche Zusage, dass die zweiklassige Bergschule geöffnet bleibt. Die Stadt spricht von einem Missverständnis.

Montessori-Pädagogik

Die kleine Schule oberhalb von Dornbirn ist bei vielen Eltern sehr beliebt, auch weil dort nach der Montessori-Pädagogik unterrichtet wird. Aus diesem Grund suchen immer wieder Eltern aus dem Tal um einen Sprengelwechsel an, obwohl dies nicht einfach zu bewerkstelligen ist. Derzeit drücken in Heilgereuthe 38 Kinder die Schulbank, rund die Hälfte stammt aus anderen Schulsprengeln.

Gerüchte, dass die Schule bald Geschichte ist, machen schon seit Jahren die Runde. Grund genug für den Elternverein, sich für die Erhaltung einzusetzen. Es gab Sitzungen mit den Verantwortlichen im Rathaus, und noch vor wenigen Wochen hatte die Obfrau des Elternvereins, Brigitte Schabmann, das Gefühl, dass eine Schließung kein Thema sei.

Schulerhalt gefordert

Nun herrscht wieder Verunsicherung, versteht Schulstadtrat Werner Posch (SPÖ) den Ärger der Eltern: „Der Elternverein der Volksschule Heilgereuthe ist zu Recht entsetzt über eine mündliche Information der Stadt Dornbirn, dass ihre Schule 2015 geschlossen werden soll.“ Er werde sich weiterhin für den Erhalt der Schule und der nicht weit entfernten Volksschule Winsau, deren Zukunft ebenfalls ungewiss sei, einsetzen. Das tut auch Brigitte Schabmann, deren Tochter ebenfalls den Sprengel wechselte, um in Heilgereuthe den Unterricht zu besuchen. Die Obfrau des Elternvereins fordert, dass sich die Stadt klar für die Erhaltung ausspricht, und zwar schriftlich. „Wir lassen uns nicht länger hinhalten“, gibt sich die Elternvertreterin nicht mit mündlichen Zusagen, etwa von Vizebürgermeister Martin Ruepp, zufrieden.

Dieser spricht von einem Missverständnis und versichert, dass sowohl Heilgereuthe als auch Winsau nicht zusperren. Dass das auf immer und ewig gilt, könne aber niemand garantieren. „Wer weiß, wie es mit den Schülerzahlen in zehn oder 20 Jahren aussieht“, will sich Ruepp, der die Gespräche mit den Eltern führt, nicht festnageln lassen.

Sechs Bergschulen

Im Schulkonzept der Stadt, die für die Erhaltung der Pflichtschulen zuständig ist, sei festgelegt, dass jedes Jahr unter anderem auch die Entwicklung der Schülerzahlen unter die Lupe genommen werden müsse. In Dornbirn gibt es 15 Volksschulen, sechs von ihnen zählen zu den Bergschulen mit Schülerzahlen zwischen vier und 51.