Endspurt für Vollanschluss in Klaus

Vorarlberg / 21.03.2013 • 20:36 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Rampenbau an der Autobahn in Klaus wieder angelaufen. Verkehrsfreigabe im Juni.

SCHWARZACH. (VN-doh, sta) Wer dieser Tage auf der Rheintalautobahn unterwegs war, hat es bereits bemerkt: Auf der Baustelle zum Autobahnvollanschluss in Klaus herrscht wieder reges Treiben. Die Winterpause ist beendet, vor wenigen Tagen ließ die ASFINAG wieder die Bagger auffahren.

Im Zeitplan

Laut Projektleiter Walter Nußbaumer haben die Arbeiter in der vergangenen Woche damit begonnen, die Überlastschüttung auf der künftigen Auffahrtspur in Richtung Feldkirch und der Abfahrtspur in Richtung Bregenz abzutragen. Die Verdichtung der beiden Rampen wurde seit November permanent gemessen und überprüft. „Nach einem Bodengutachten konnte grünes Licht gegeben werden. Die neuen Rampen haben sich im Schnitt um rund 30 Zentimeter gesetzt“, erklärt der Projektleiter. Die Bauarbeiten konnten damit einige Wochen früher als geplant wieder aufgenommen werden.

Entlastung für Gemeinden

In rund vier bis sechs Wochen sollten die Schüttungen von etwa 20.000 Kubikmetern abgetragen sein, dann kann mit dem eigentlichen Fahrbahnbau begonnen werden. Es gebe noch viel zu tun, so Nußbaumer. Man sei aber zuversichtlich, den Vollanschluss im Juni für den Verkehr freigeben zu können.

Für den Bau des seit Mitte der 1990er-Jahre geforderten Vollanschlusses nehmen ASFINAG und Land viel Geld in die Hand. Die Kosten betragen rund 4,6 Millionen Euro, wobei das Land etwa 45 Prozent der Summe übernimmt.

Mit dem Vollanschluss sollen die vier Gemeinden Klaus, Koblach, Röthis und Weiler besser an das hochrangige Straßennetz angebunden und der Wirtschaftsstandort gestärkt werden. Zudem dürfen die Ortschaften mit einer täglichen Entlastung von 3500 Fahrzeugen rechnen, wie es vonseiten des Landes heißt. Auch für den nichtmotorisierten Verkehr wird sich die Situation deutlich verbessern. Aus Sicherheitsgründen wird der nicht attraktive Gehsteig entlang der L 62 aufgelassen und durch einen beleuchteten Geh- und Radweg entlang des Klausbachs bis zum Bahnhof Klaus ersetzt.

Während der Bauarbeiten gibt es für die Autofahrer nur bedingte Einschränkungen. Da laut ASFINAG lediglich der Pannenstreifen gesperrt ­werden muss, stehen permanent zwei Fahrspuren zur Verfügung.

Der Rampenbau am Anschluss Klaus geht weiter. Foto: HW
Der Rampenbau am Anschluss Klaus geht weiter. Foto: HW