Zwei neue Primarärzte bestellt

Vorarlberg / 21.03.2013 • 22:23 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Auch die Bewilligung für das neue Schlaganfallinstitut liegt jetzt vor.

Feldkirch. (VN-mm) Gleich zwei markante Nach- bzw. Neubesetzungen nahm die Krankenhausbetriebsgesellschaft (KHBG) in ihrer gestrigen Aufsichtsratssitzung vor. Die Leitung der Psychiatrie I im LKH Feldkirch wird OA Dr. Jan Di Pauli übertragen. Er folgt damit Primar Dr. Peter König nach, der in Pension ging. Das neue Institut für Akutneurologie und Schlaganfall (IANS) wird, wie vermutet, OA Dr. Philipp Werner führen. Was beide Mediziner eint, ist ihr verhältnismäßig junges Alter. Di Pauli ist 43, Werner erst 41 Jahre alt. Wie KHBG-Direktor Dr. Gerald Fleisch auf VN-Nachfrage ebenfalls bestätigte, langte zwischenzeitlich auch die spitalsrechtliche Bewilligung für das IANS ein.

Zusammenlegung überlegt

Jan Di Pauli übernahm am 1. April 2011 interimistisch die Leitung der 113-Betten-Abteilung, nachdem Josef Markdorf nach nur einem Jahr als Primar das Land wieder in Richtung Tirol verließ. Di Pauli ist in Konstanz geboren, hat jedoch österreichische Wurzeln. Er arbeitet seit 2001 im LKH Rankweil. Dort absolvierte er auch seine medizinische Ausbildung.

Nach wie vor gibt es in Rankweil zwei Psychiatrie-Abteilungen. Im Zuge der Neuplanung der psychiatrischen Versorgung wird auch eine Zusammenlegung der beiden Primariate ins Auge gefasst. Eine definitive Entscheidung ist laut Gerald Fleisch noch nicht gefallen, der künftige Primar der Psychiatrie I aber bereits in die weitere Entwicklung eingebunden.

Start am 1. April

Weil die spitalsrechtliche Bewilligung fehlte, konnte das Institut für Akutneurologie und Schlaganfall nicht wie vorgesehen am 1. Jänner starten. Die offizielle Inbetriebnahme wurde auf 1. April verschoben. „Dann geht es los“, kann Fleisch sowohl das Vorliegen der Bewilligung wie großes Interesse für die noch offenen Stellen im IANS vermelden. Bis zum geplanten Endausbau im Spätherbst soll auch der personelle Vollausbau gegeben sein. Mit dem IANS, das als eigenständige organisatorische Einheit etabliert wird, verfügt das LKH Feldkirch über eine 24-Stunden-Versorgung für Schlaganfallpatienten. Die jährlichen Kosten
belaufen sich auf 650.000 Euro. In Vorarlberg gibt es pro Jahr 900 Schlaganfall-Betroffene.

Orthopädie noch offen

Weiterhin offen ist die Nachbesetzung des Orthopädie-Primariats. Wie berichtet, hat der erstgereihte Kandidat, Dr. Christian Bach, zwar eine Zusage abgegeben, in weiterer Folge jedoch immer neue Forderungen gestellt und schließlich den Vertrag nicht mehr unterschrieben. Jetzt wird mit den nachgereihten Kandidaten „intensiv verhandelt“. Eine Entscheidung soll spätestens in der letzten Aufsichtsratssitzung vor dem Sommer fallen.