Ärzte wieder in Bereitschaft

Vorarlberg / 22.03.2013 • 21:53 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Vorübergehende Lösung: Feldkircher Ärzte sind künftig bis 22 Uhr in Bereitschaft.
Vorübergehende Lösung: Feldkircher Ärzte sind künftig bis 22 Uhr in Bereitschaft.

In Feldkirch gibt es ab 1. April wieder einen ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Woche.

Feldkirch. (VN-sta) Nach monatelangen intensiven Verhandlungen zwischen der Stadt Feldkirch und den praktischen Ärzten gibt es in der Montfortstadt nun eine vorübergehende Lösung: Ab. 1. April werden die Ärzte in Feldkirch wochentags bis 22 Uhr wieder einen Bereitschaftsdienst anbieten. Dieses Modell gilt vorläufig bis Jahresende. Für die Zeit danach hofft man in Feldkirch auf eine landesweite Regelung.

Mit der neuen Regelung habe man eine gute Lösung für alle Beteiligten gefunden, so Feldkirchs Gesundheitsstadtrat Guntram Rederer. Einerseits werde der Bevölkerung die Möglichkeit geboten, im Notfall am Abend noch einen Arzt zu kontaktieren, andererseits könnten so die Ambulanzen entlastet werden, die bis 22 Uhr immer sehr stark frequentiert seien. Der neue Vertrag gilt bis Jahresende. Fürs nächste Jahr hofft Rederer auf eine landesweite Regelung, „an die sich Feldkirch dann ankoppeln kann“. Weiter verhandelt wird mit den Ärzten, wie es im nächsten Jahr mit den Totenbeschauungen und Hafttauglichkeitsuntersuchungen weitergeht. „Da fangen wir gleich nach Ostern an“, sagt Rederer gegenüber den VN.

Zur Vorgeschichte: Ende September hatten die Feldkircher Ärzte – so wie bereits zuvor ihre Kollegen in Bregenz und Dornbirn – den 24-Stunden-Bereitschaftsdienst per Jahresende gekündigt. Begründet wurde der Ausstieg vor allem mit der hohen Arbeitsbelastung, die teilweise bis zu 80 Wochenstunden betrug. Auf den Vorschlag der Ärtzeschaft, die jeweils diensthabende Ordination bis 21 Uhr offen zu halten – zum gleichen Preis wie vorher, ging die Stadt Feldkirch nicht ein. Da keine anderweitige Lösung gefunden wurde, muss die Feldkircher Bevölkerung seit Jänner die Rufnummer 141 wählen, über die in Notfällen sofort die Rettung alarmiert werden kann. Von der Kündigung unberührt blieb freilich der Bereitschaftsdienst am Wochenende. Vertraglich geregelt sind außerdem Totenbeschauungen und Einweisungen nach dem Unterbringungsgesetz.

Wir haben intensiv verhandelt und eine tragfähige Lösung gefunden.

Guntram Rederer, Stadtrat