„Die Gefahr für Mensch und Umwelt ist zu groß“

Vorarlberg / 22.03.2013 • 20:13 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Die deutsche Bundes­regierung erlaubt die umstrittene Suche nach Gasvorkommen am Bodensee.

Schwarzach. (VN) Zwei britische Firmen überprüfen im Bereich Konstanz und Biberach, ob sich die Bodenseeregion für Fracking eignet. Die Kontamination von Grundwasser und Oberflächengewässern macht jedoch vor Grenzen nicht halt. Dokumentierte Umweltschäden in Niedersachsen und in den USA zeigen die Gefahren: In Fracking-Regionen in den USA ist das Trinkwasser durch den eingesetzten Giftcocktail und das entweichende Erdgas so belastet, dass die Bevölkerung mit Tankwagen versorgt werden muss. Die deutschen Schiefergasvorkommen können den hiesigen Gasbedarf nur für wenige Jahre decken. „Das ist es nicht wert, unser Trinkwasser für Jahrzehnte zu vergiften“, so der Vorarlberger Grünen-Chef Johannes Rauch, der gemeinsam mit den Grünen Baden-Württembergs, Bayerns und der Schweiz bei den Regierungen Deutschlands, der Schweiz und Österreichs ein generelles Fracking-Verbot fordert. Weitere Forderung ist ein gesetzliches Verbot der unkonventionellen Gasförderung in der EU. „Anstatt auf den energiepolitischen Irrweg ,Fracking‘ zu setzen, müssen endlich die erneuerbaren Energien konsequent und zügig ausgebaut werden. Den Kommunen und Bürgern müssen Mitentscheidungsrechte eingeräumt werden, denn der Zugang zum und die Sicherung von Wasser müssen ein unveräußerliches Recht sein und bleiben.“

Es müssen endlich die Erneuerbaren konsequent und zügig ausgebaut ­werden.

johannes rauch