Großprojekt der Asfinag droht die Warteschleife

Vorarlberg / 22.03.2013 • 21:49 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Gilt nicht nur bei der Asfinag als Gefahrenstelle: die derzeitige Verkehrssituation beim Autobahnzubringer Bludenz und Bürs. Foto: Schwald
Gilt nicht nur bei der Asfinag als Gefahrenstelle: die derzeitige Verkehrssituation beim Autobahnzubringer Bludenz und Bürs. Foto: Schwald

Bludenzer unzufrieden mit Plänen der Asfinag zum Neubau der Autobahnanschlussstelle.

BLUDENZ, BÜRS. (VN-tw) Dabei geht es um die Sanierung eines jahrelangen Provisoriums an der Autobahn A14 zwischen Bludenz und Bürs. Die derzeitige Verkehrssituation im Nahbereich der Bürser Einkaufszentren Zimba- und Lünerseepark wird von Sicherheitsexperten seit Langem kritisch beäugt und gilt als „absolute Gefahrenstelle“.

Brücke muss saniert werden

Vor diesem Hintergrund macht inzwischen sogar das Verkehrsministerium Druck auf die Asfinag als Straßenerhalter und fordert „eine rasche Bereinigung der Situation durch eine Sanierung“. Wie die VN bereits mehrfach berichteten, legte die Asfinag im Herbst 2012 gemeinsam mit dem Straßenbauamt erarbeitete Pläne für den Bau von drei Kreisverkehren vor. Kostenpunkt: 24 Millionen Euro. Apropos Sanierung: Die derzeitige Brücke über die Autobahn gilt unter Fachleuten bereits jetzt als „in die Jahre gekommenes Bauwerk mit baldigem Sanierungsbedarf“.

Bludenz steht auf die Bremse

In den Rathäusern der Talkesselgemeinden Bürs, Nüziders und Bludenz, die unter dem Begriff Räumliches Entwicklungsprojekt (REK) bei gewichtigen Themen an einem Strang ziehen wollen, wird das Vorhaben unterschiedlich gesehen. Während der Bürser Bürgermeister Helmut Zimmermann „eine längst überfällige Umsetzung“ einfordert, und Amtskollege Peter Neier aus Nüziders mit den vorliegenden Pläne ebenso leben kann, steigt Stadtoberhaupt Mandi Katzenmayer auf die Bremse. „Wir sind mit den Plänen alles andere als zufrieden, der Fußgänger- und Radverkehr wurde viel zu wenig berücksichtigt. Auch auf die Stadtentwicklung wurde kein Augenmerk gelegt. Wir fordern Umplanungen“, so Katzenmayer bei der jüngsten Rathaussitzung. Statthalter Karlheinz Rüdisser habe in einem Gespräch „versichert, mit Vertretern der Asfinag über einen Aufschub bis zum Jahresende zu führen“, so Katzenmayer.

Asfinag „gegen Verzögerung“

„Ich kann diese Forderung nicht nachvollziehen“, wundert sich Bürgermeister Zimmermann. „Wir werden sämtliche Fragestellungen der Bludenzer und des REK auf fachlicher Ebene beantworten“, versichert Günter Fritz als Projektleiter der Asfinag im VN-Gespräch. Von einer Verzögerung des Projektes hält Fritz „aufgrund des dringenden Handlungsbedarfes“ nichts. Man gehe davon aus, die Einreichpläne wie vorgesehen bis zum Sommer beim Ministerium einreichen zu können.

Wir fühlen uns keineswegs in der Rolle eines Verhinderers.

Mandi Katzenmayer