Geste in Sachen Lärmschutz

Vorarlberg / 24.03.2013 • 20:20 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Anrainer der Bahngasse fordern einen Lärmschutz. Foto: vn/steurer
Die Anrainer der Bahngasse fordern einen Lärmschutz. Foto: vn/steurer

Lärmschutz: Anrainer der Lustenauer ÖBB-Baustelle setzten sich mit Experten der ÖBB zusammen.

Lustenau. (VN-bem) Die ÖBB-Baustelle in Lustenau ist in letzter Zeit auch zur Belastungsprobe für die Anrainer geworden. Am Donnerstagabend vor der offiziellen Streckeneröffnung trafen sich Anrainer der Bahngasse und Brunnenau mit ÖBB-Projektleiter Karl Hartleitner, ÖBB-Ombudsfrau Martina Rüscher und Andreas Netzer von der ÖBB-Rechtsabteilung im alten Gasthaus „Sternen“ an der Höchster Straße.

Zum einen empfinden die Anrainer die neue Eisenbahnbrücke über die Hagstraße als zu laut: Der unter der Brücke durchfließende Straßenverkehr werde jetzt stärker widergehallt. „Nachbesserungen sind notwendig“, war die Forderung. Dazu konnte Hartleitner bereits vermelden, dass die Absprachen zwischen ÖBB und Land Vorarlberg bereits begonnen wurden. Das Land wolle die Kosten für Lärmschutzmatten der Brücke an der Hagstraße in das Budget aufnehmen. Und Rüscher ergänzt, dass Christian Rankl von der Verkehrsabteilung bei der Anrainer-Information am 17. April für Fragen zur Verfügung stehe. Andererseits bemängelten die Anrainer, dass die Lärmschutzwand und weitere Lärmschutzmatten nicht im Gleisbett parallel zur Bahngasse ab der Kreuzung Zellgasse in Richtung Bahnhof Lustenau verlegt worden seien. Zudem ließe die Informationspolitik vonseiten der ÖBB über Bautätigkeiten und -änderungen zu wünschen übrig. Sie bemängelten weiters die für die Lärmimmisionsmessungen zugrunde liegenden Werte. Die Befürchtung, dass Züge nun mit 90 km/h fahren und ohne Lärmschutzwand zur Belastung werden, verneint Hartleitner klar: „Man kann derzeit in diesem Bogen nicht mit 90 km/h fahren. Erst, wenn die Strecke voll ausgebaut ist und die entsprechenden Lärmschutzwände errichtet sind, könne man mit der geplanten Geschwindigkeit fahren.“ Die Lärmbelastung des Zugverkehrs bleibe mit 60 km/h derzeit gleich.

Martina Rüscher informierte, dass die ÖBB für die Inbetriebnahme des ersten Streckenabschnitts nur eine Teil-Betriebsbewilligung erhalten habe, diese gelte nur für jenen Teil, der bereits umgebaut wurde, für den letzten Bereich wurde um Aufschub angesucht. „Die Anrainer haben für diesen Streckenabschnitt Parteistellung. Die Anrainer können etwa anmerken, dass im nächsten Bauabschnitt dieser Lärmschutzbereich so früh wie möglich errichtet werde“, erklärt sie.