Liechtenstein ändert sein Namensrecht

Vorarlberg / 24.03.2013 • 20:55 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Vaduz. Ehegatten sollen in Liechtenstein ihren Ledignamen nach der Heirat auf Wunsch behalten können. Das schlägt die Regierung vor. Grundsätzlich soll es aber weiterhin einen gemeinsamen Familiennamen für Ehegatten geben. Dieser mache die Zusammengehörigkeit der Familie nach außen sichtbar. Als dritte Option wird die Bildung eines Doppelnamens weiterhin erlaubt.

Kinder verheirateter Eltern sollen nach wie vor deren gemeinsamen Familiennamen erhalten. Führen die Eltern keinen gemeinsamen Familiennamen, so müssen sie einen Namen zum Familiennamen des Kindes bestimmen. Ein Kind nicht miteinander verheirateter Eltern erhält den Namen der Mutter. Dabei soll es nicht wie bisher den Mädchennamen der Mutter bekommen, sondern ihren aktuellen Namen.

Mit der Reform werde ein zeitgemäßes und den liechtensteinischen Verhältnissen angepasstes Namensrecht geschaffen, heißt es in Vaduz. Auslöser der Reform seien aktuelle Entwicklungen in der Schweiz und in Österreich. Es sei an der Zeit gewesen, das seit 1993 unveränderte liechtensteinische Namensrecht weiterzuentwickeln.