Ruhe, Sachlichkeit, leere VP-Sitze

Vorarlberg / 24.03.2013 • 20:55 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Neuer Gemeindevorstand: VP-Chef Peter Stöger, Bürgermeister Dietmar Summer, Neo-Vizebürgermeisterin Claudia Freek und Alfred Lins. Foto: HW
Neuer Gemeindevorstand: VP-Chef Peter Stöger, Bürgermeister Dietmar Summer, Neo-Vizebürgermeisterin Claudia Freek und Alfred Lins. Foto: HW

Weiler mit neuer Vizebürgermeisterin und neuem Gemeindevorstand. VP-Opposition stark dezimiert.

Weiler. (VN-sta, hw) Nach dem handfesten Streit über die Erlöse der örtlichen Agrargemeinschaft, Kritikhagel für Bürgermeister Dietmar Summer und dem kollektiven Rücktritt mehrerer VP-Mandatare scheint in der Gemeindestube von Weiler jetzt wieder etwas Ruhe und Sachlichkeit eingekehrt zu sein. Jedenfalls wurden in der letzten Sitzung ein neuer Gemeindevorstand und eine neue Vizebürgermeisterin gewählt sowie mehrere einstimmige Beschlüsse gefällt. Wie die VN berichteten, waren in der Sitzung im Februar drei Mitglieder des Gemeindevorstands zurückgetreten, unter anderem hatte Vizebürgermeister Thomas Hipp wegen des Agrar-Streits das Handtuch geworfen.

Streit vom Tisch

Ihm folgt nun Claudia Freek („mitnand“) nach, die gemeinsam mit ihrem Listenkollegen Alfred Lins und VP-Ortsparteiobmann Peter Stöger in den Gemeindevorstand gewählt wurde. Bemerkenswert: Freek und Lins hatten noch vor Wochen im Zuge des Agrar-Streits gegen Bürgermeister Dietmar Summer opponiert und eine Aufsichtsbeschwerde gegen den Gemeindechef eingebracht (die VN berichteten). Wie man aus der Gemeinde hört, soll der Zwist nun endgültig „vom Tisch“ sein.

Bei VP klafft großes Loch

Während in der Bürgermeisterpartei „mitnand für Weiler“ die beiden offenen ­Gemeindevertreterposten

mittlerweile neu besetzt werden konnten, klafft bei der Opposition (ÖVP/Parteifreie) nach internen Querelen nach wie vor ein großes Loch. So waren bei der Sitzung in der vergangenen Woche nur drei der acht VP-Sitze belegt. Für den Fraktionsvorsitzenden Peter Stöger ist das naturgemäß „kein befriedigender Zustand“. Es sei völlig offen, ob er, Stöger, in absehbarer Zeit überhaupt eine vollzählige Mannschaft zusammenbringe. Faktum sei, dass es im Moment 16 aktive Listenmitglieder gebe, die nun laut Gesetz in die Gemeindevertretung nachrücken könnten. Viele positive Signale gebe es allerdings nicht: „Bei der letzten Sitzung ist niemand erschienen. Verzichtserklärungen wurden bis dato aber auch nicht abgegeben“, berichtet Stöger auf VN-Anfrage. Der VP-Ortsparteiobmann hofft, über kurz oder lang wieder acht Gemeindevertreter beisammen zu haben, andernfalls ist er davon überzeugt, auch zu dritt „gute Arbeit für die Gemeinde“ leisten zu können.

Einstimmige Beschlüsse

Auch zahlreiche einstimmig abgesegnete Beschlüsse zeugen davon, dass in der Gemeindestube von Weiler nun etwas Ruhe und Sachlichkeit eingekehrt sind. Die Mandatare haben in der ­letzten Sitzung unter anderem die örtliche Bauaufsicht und die Baukoordination
für den einst heftig umstrittenen Umbau der Volksschule und des Kindergartens vergeben.

Es ist noch völlig offen, ob wir wieder eine vollzählige Oppositionsmannschaft zusammenbringen.

peter Stöger, VP-Obmann
VN-Bericht vom 2. März: Bawart trat als Vize-Chefin der VP-Ortspartei zurück.
VN-Bericht vom 2. März: Bawart trat als Vize-Chefin der VP-Ortspartei zurück.