Land hat ein Herz für Tiere

Vorarlberg / 25.03.2013 • 21:05 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Richtlinie umfasst unter anderem die Unterbringung und medizinische Versorgung der im Tierheim Dornbirn lebenden Tiere. Foto: MK
Die Richtlinie umfasst unter anderem die Unterbringung und medizinische Versorgung der im Tierheim Dornbirn lebenden Tiere. Foto: MK

Neue Tierschutzförderungsrichtlinie bringt klare Kriterien zur Förderung des Tierwohles

Bregenz. (VN-ger) Die Förderung von Tierschutzorganisationen und -vereinen soll in Vorarlberg künftig klar und nachvollziehbar geregelt sein. Die Landesregierung hat hierfür eine entsprechende Richtlinie erlassen. „Vorarlberg ist das erste Bundesland, das auf diese Weise klare Kriterien zur Förderung von Maßnahmen für die Verbesserung des Tierwohles festlegt. Dadurch wird dem Tierschutz ein neuer Stellenwert gegeben“, sagt Landesrat Erich Schwärzler. Erarbeitet wurde die Tierschutzförderungsrichtlinie von den zuständigen Fachabteilungen des ­Landes mit Unterstützung des Tierschutzombudsmannes und den Mitgliedern der Tierschutzplattform.

Die Richtlinie umfasst Umbau- und Erhaltungsmaßnahmen im Tierheim Dornbirn, die Unterbringung und medizinische Versorgung der dort lebenden Tiere sowie Maßnahmen, die die derzeit neun anerkannten Tierschutzorganisationen und -vereine im Land setzen. „33 Prozent der Kosten werden bis zu einer Obergrenze von 20.000 Euro ersetzt“, führt der Landesrat aus. Darüber hinaus werden Maßnahmen unterstützt, die das Verständnis der Öffentlichkeit und insbesondere der Jugend für den Tierschutz wecken und vertiefen. Schwärzler zufolge soll dadurch zu einer positiven Mensch-Tier-Beziehung beigetragen werden.

„Nur ein Manko“

Begrüßt wird die neue Richtlinie von der Opposition. „Wir wollen Vorarlberg zum Tierschutzland Nummer 1 machen und mit der nun geschaffenen Tierschutzförderungsrichtlinie kommen wir diesem Ziel einen weiteren wichtigen Schritt näher“, betont FPÖ-Klubchef Dieter Egger. Als einziges Manko sieht Grünen-Klubobmann Johannes Rauch die festgelegte Fördergrenze für Bildungsprojekte mit 15.000 Euro: „Das ist verglichen mit anderen Förderinhalten und Grenzen geradezu lächerlich niedrig.“